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Proteste der Arbeitnehmer auch in dieser Woche

erschienen am 26.09.2011 um 14:29 Uhr


Ihrer Unzufriedenheit über die harten Sparmaßnahmen der Regierung verleihen vor allem die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst immer stärker Nachdruck. Nun schließen sich ihnen auch noch die Polizisten an. Es streiken aber auch die Besitzer von Taxilizenzen.

Der Verkehr bei den Athener Nahverkehrsmitteln ist am heutigen Montag zum größten Teil zum Erliegen gekommen. Es verkehren keine U-Bahnen (Attiko Metro), keine Elektrobahnen (ISAP) und keine Straßenbahnen (Tram). Bestreikt wurde auch die Athener Vorortbahn Proastiakos, die Athen mit dem Athener internationalen Flughafen „Eleftherios Venizelos" verbindet. Zudem haben auch die Busfahrer heute zwischen 11.00 und 17.00 Uhr die Handbremse angezogen. Sie wollen in dieser Zeit über weitere Protestaktionen beraten. Die Oberleitungsbusse verkehren zwischen 11.00 und 16.00 Uhr nicht. Alle potentiellen Benutzer dieser Verkehrsmittel sollten berücksichtigen, dass es nach Streikende ca. eine Stunde dauert, ehe der Verkehr wieder nach Fahrplan rollt.
Proteste gibt es auch bei der Griechischen Bahn (OSE). Mitarbeiter des Unternehmens haben heute das zentrale Verwaltungsgebäude in der Athener Karolou Straße besetzt. Die Proteste der Mitarbeiter der Bahn und des Nahverkehrs richten sich gegen die Sparpolitik allgemein und konkret gegen Entlassungen und die Zusammenschmelzung ihrer Unternehmen. Das Ministerium für Infrastruktur- Transport und Netzwerke appellierte unterdessen an die Gewerkschafter, Verantwortungsbewusstsein an den Tag zu legen. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, dass man sich in einer Ausnahmesituation befände und dass in naher Zukunft keine Gehälter mehr gezahlt werden könnten, falls sich nichts ändere. Durch derartige Aktionen und die damit einhergehenden finanziellen Verluste sei die Regierung dazu gezwungen, noch mehr Maßnahmen in Betracht ziehen, um die Überlebensfähigkeit der öffentlichen Nahverkehrsmittel zu gewährleisten. Weiterhin sollten die Angestellten im Interesse des Landes handeln und die von allen und auch von ihnen selbst gebrachten Opfer respektieren. 

Proteste auch bei Polizisten und Fluglotsen

Am morgigen Dienstag will auch das Wachpersonal der Polizei um 18.00 Uhr eine Protestkundgebung vor dem Athener Parlament abhalten. Sie protestieren gegen Gehaltskürzungen in ihrem Berufszweig. Weil ihnen heute die Gehälter mit spürbaren Einbußen ausgezahlt wurden, zogen sie am Lykabettus-Hügel in Athen ein dunkles Transparent mit der Aufschrift „Zahl-Datum – Trauer-Datum" auf.
Nicht locker lassen bzw. ihre Proteste fortsetzen wollen auch die Fluglotsen. Allerdings wurde eine vierstündige Arbeitsniederlegung, die für den Mittwoch zwischen 12.00 und 16.00 Uhr geplant war, per Gericht als illegal eingestuft. Am Sonntag machten die Fluglotsen dafür „Dienst nach Vorschrift" und leisteten auch keine Überstunden. Das Resultat waren Flugverspätungen von bis zu drei Stunden auf dem Internationalen Athener Flughafen „Eleftherios Venizelos".

Taxi-Besitzer streiken für 48 Stunden

In einen 48-stündigen Streik treten am Mittwoch und Donnerstag die Besitzer von Taxilizenzen. Am Mittwochvormittag wollen sie um 11.00 Uhr zudem eine Protestkundgebung vor dem Transportministerium durchführen. Sie wehren sich damit gegen die in die Wege geleitete Liberalisierung ihres Berufszweiges. Außerdem kritisiert der Verband der Taxibesitzer, dass man alternative Lösungen unterbreitet habe, die vom Ministerium aber ignoriert würden. Auch versprochene Treffen mit dem Transportminister Jannis Rangoussis seien noch nicht erfolgt.




© Griechenland Zeitung

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