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Viele Griechen weigern sich, Bestechungsgelder zu zahlen

erschienen am 04.04.2012 um 14:24 Uhr


Die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die daraus resultierende schlechte finanzielle Lage, in der sich viele Griechen befinden, hat offenbar positiven Einfluss auf die Zahlung von Bestechungsgeldern. Zu diesem Ergebnis kommt Transparency International Greece. Aus einer Erhebung, die in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut „Public Issue“ durchgeführt wurde, geht hervor, dass 2011 insgesamt 554 Mio. Euro an Bestechungsgeldern geflossen sind. 2010 waren es noch 632 Mio. Euro. Die meisten der Betroffenen haben derartige Zahlungen an Mitarbeiter in Krankenhäusern, Finanzämtern und Bauämtern geleistet.
In einem solchen „Fakelaki“ – wie der Briefumschlag, in dem Geldscheine diskret übergeben werden, auf Griechisch heißt – befanden sich 2011 im Privatsektor im Schnitt noch 1.406 Euro. Ein Jahr zuvor, 2010, waren es über 200 Euro mehr: 1.623 Euro. Den Meinungsforschern zufolge wächst unter den Griechen immer größerer Widerstand, überhaupt noch das „Fakelaki“ abzugeben. Der Erhebung zufolge haben sich 25 % der Befragten geweigert, im Privatsektor zu schmieren. Im öffentlichen Sektor waren es 21 %. Hingegen gaben 10,8 % der Befragten zu, dass sie 2011 illegale Gelder gezahlt haben.
Was die Höhe der „schwarz“ überreichten Summen betrifft, so lagen diese im vorigen Jahr für eine Operation in einem staatlichen Krankenhaus zwischen 100 Euro und 30.000 Euro. Im Privatsektor zahlte man hingegen zwischen 150 Euro und 7.000 Euro – zusätzlich zu den offiziellen Operationskosten. Für eine Baugenehmigung blätterten die Betreffenden zusätzlich zwischen 200 Euro und 8.000 Euro hin.
Durchgeführt wurde die Umfrage im Zeitraum November bis Dezember 2011. Befragt wurden 12.020 der über 18-jährigen Griechen. (Griechenland Zeitung / eh, Foto: Eurokinissi)




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