Newsletter

Newsletter

der Griechenland Zeitung



Liebe Leserinnen und Leser unseres GZ-Newsletters!

Die Ausgabe 336 der Griechenland Zeitung ist soeben gedruckt worden und ab dem morgigen Mittwoch im Handel erhältlich. Hier unser Newsletter mit einem kurzen Überblick über die Themen, die Sie in dieser jüngsten GZ-Ausgabe erwarten.


Unser Griechenland-Zitat für diese Woche:


Der Übermut setzt aufgeblüht die Ähren an / Der Schuld, die rasch zu tränenwerter Ernte reift.“

Aischylos, 525 bis 456 v. Chr., griechischer Tragödiendichter


Und nun folgt die inhaltliche Zusammenfassung der aktuellen Griechenland Zeitung:


Titel: Schicksalsvotum an der Akropolis

Zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen sind die griechischen Bürger am kommenden Sonntag dazu aufgerufen, eine neues Parlament und eine neue Regierung zu wählen. Zumindest das Verfahren wird problemlos ablaufen: Die Kommunalangestellten haben einen angekündigten Streik abgeblasen. Unabhängig von den politischen Positionen der Parteien: Die Rückkehr zur Normalität, wie schwierig sich diese auch gestalten mag, kann nur durch die Bildung einer stabilen Regierung erfolgen. Griechenland kann sich ein weiteres Scheitern von Koalitionsverhandlungen nicht mehr leisten.


Außerdem auf der Seite 1:


Politik (S. 2):

Kommentar: Verrohung der Gesellschaft

Die griechische Gesellschaft scheint langsam nicht nur mit ihrem Latein, sondern auch mit ihren Nerven am Ende zu sein. Der live in die Wohnzimmer gesendete tätliche Angriff des Parteisprechers der rechtsextremen „Goldenen Morgendämmerung“ (Chryssi Avgi), Ilias Kasidiaris, gegen die kommunistische Abgeordnete Ilia Kanelli ist nur die Spitze des Eisbergs.

Gewalt ist längst zum festen Bestandteil des parteipolitischen und privatrechtlichen Vokabulars geworden.


Pressesprecher der Neofaschisten ohrfeigt Politikerin

Nachdem er am Donnerstag gegen die Politikerinnen Kanelli und Dourou handgreiflich geworden war, wurde gegen Kasidiaris, Pressesprecher der Chryssi Avgi, ein Haftbefehl für ein Schnellgericht ausgestellt. Doch der Rechtsextreme entzog sich dem Zugriff der Polizei und tauchte zunächst unter. Nachdem der nur für 48 Stunden gültige Haftbefehl ausgelaufen war, zeigte er sich am Sonntag wieder in der Öffentlichkeit.


Weitere Politik-Themen:


Hintergrund (S. 4):

Gedanken gegen die Krise“: Die politische Kultur Griechenlands (Teil 2)

Politische Zuhälterei“: Der Staat wird zum Ausbeutungsobjekt

Nachdem GZ-Autor Prof. Heinz A. Richter in unserer vorigen Ausgabe den konkreten historischen Ursprung des heutigen Klientelsystems in Griechenland während der Fremdherrschaft der Osmanen beschrieb, geht er nun der Frage nach, wie sich dieses System im 19. und 20. Jahrhundert weiterentwickelte.


Wirtschaft (S. 5):

Griechenlands Energieversorgung in der Klemme

Mit Darlehen gegen den Stromkollaps

Die Stromzufuhr in Griechenland steht auf des Messers Schneide. Schuld daran ist ein Loch von 350 Mio. Euro in den Finanzen des Netzbetreibers LAGIE, was in der Folge das gesamte Energiesystem „infiziert“ hat und so die internationalen Beziehungen des Landes mit seinen russischen und türkischen Erdgasversorgern zu ruinieren droht.


Panorama (S. 6 und 7):

Mutmaßlicher Einbrecher wird Opfer von Selbstjustiz

In Päania in Ostattika wurde in den frühen Morgenstunden des Donnerstags ein 43-jähriger Albaner durch einen 24-jährigen Einwohner des Ortes mit einer Jagdflinte tödlich verletzt.


Israelischer Journalist zusammengeschlagen

Der Reporter der „Jerusalem Post“ Gil Shefler wurde vorige Woche unweit des Athener Nationalmuseums krankenhausreif geschlagen. Bei den Tätern handelte es sich um eine Gruppe von 15 bis 20 Personen, die mit Mopeds unterwegs waren und Sturzhelme und schwarze T-Shirts trugen.



Außerdem auf den Panorama-Seiten:


Kultur (S. 8):

Polizei stellt bedeutende Kunstschätze sicher

Bei einer fingierten Verkehrskontrolle bei Asprovalta östlich von Thessaloniki gingen der Polizei zwei Antikenhehler ins Netz, die in einem Schuhkarton zwei besonders bedeutende antike Kunstschätze bei sich führten: einen goldenen, fast ein Kilo schweren Eichenkranz und ein besonders schönes goldenes Armband in Gestalt von zwei Schlangen, die sich umeinander winden.


Schauspieler wegen „Blasphemie“ verhaftet

In Athen wurden am Samstagabend drei Schauspieler auf die Wache im Stadtteil Omonia gebracht, die an der Aufführung des Theaterstücks „Corpus Christi“ von Terrence McNally im Theater „Chytirio“ teilnehmen. Sie wurden von zwei Rechtsanwältinnen wegen „Gotteslästerung“ angezeigt.


Außerdem auf der Kultur-Seite:


Focus (S. 11)

Offener Brief von Danae Coulmas an den deutschen Literaturnobelpreisträger Günter Grass

Gefahr für den Gang der Dinge in Europa

Sprechen Sie Althochdeutsch? Nein, aber ich bin ein Deutscher. Sprechen Sie Altgriechisch? Nein, aber ich bin ein Grieche. So könnte man den aufgeregten, ablehnenden, manchmal höhnischen Kommentaren, die man zur Zeit als Reaktion

auf das Gedicht von Günter Grass „Europas Schande“ liest, entgegnen. Kritik an der eigenen Politik wird nirgends gerne gehört, und hier gilt sie wahrscheinlich mehr der Haltung des Dichters in seinem ersten Gedicht „Was gesagt werden muss“ als dem,

das sich mit einem europäischen Problem befasst: Griechenland. Die Griechenland Zeitung veröffentlichen den Brief, mit dem Danae Coulmas dem deutschen Autor zum zweiten Mal dankt. Das erste Mal war es, als die Junta in ihrem Heimatland

herrschte. Gleichzeitig veröffentlicht die Griechenland Zeitung – mit freundlicher Genehmigung des Autors, für die wir uns herzlich bedanken – das komplette Gedicht von Günter Grass „Europas Schande“.

Unter uns (S. 12)

Die griechische Bevölkerung braucht unsere Hilfe!

Die Deutsch-Griechischen Gesellschaften rufen zur Spendenaktion auf:

- Für die SOS-Kinderdörfer in Griechenland. Immer mehr arbeitslose Eltern wenden sich an diese Einrichtung, gleichzeitig bleiben die Spenden wegen der Krise aus.

- Für die fünf Polikliniken der Organisation „Ärzte der Welt“ in Griechenland, in denen Ärzte kostenlos mittellose Kranke behandeln.

- Für Suppenküchen und Tafeln für Bedürftige in Thessaloniki (Mitropolis Stavroupoleos-Neapoleos).

Spendenkonto: Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften e.V. (VDGG) Konto 343 533 602, BLZ 380 400 07, Commerzbank Bonn. Stichwörter: „SOS-Kinderdörfer”, „Polikliniken” oder „Suppenküchen”. Wenn Sie Ihre Spende nicht konkret einem der drei genannten Projekte zuordnen möchten: „Griechenlandhilfe”.

Hinweis: Sie können auch direkt an die genannten Organisationen spenden. Eine Spendenquittung der VDGG erhalten Sie aber nur bei Überweisung auf das oben genannte Konto. Bitte geben Sie dafür bei der Überweisung Ihren Namen und Ihre Adresse an.


Probleme mit dem Empfang deutscher Sender über Satelliten

Mehrere deutsche Programme haben vor einigen Wochen den Satelliten gewechselt. Als Folge davon können u. a. öffentlich-rechtliche deutsche Sender (ARD, ZDF usw.) nicht mehr empfangen werden (die Griechenland Zeitung erhielt Dutzende Anrufe wegen dieses Problems). Nach Rückfragen bei der deutschen Botschaft erhielt die GZ die Auskunft, dass der neue Satellit eine Ausleuchtzone habe, die das Gebiet Griechenland leider nicht abdecke, und somit seien die Programme dort nicht mehr empfangbar. Wo und auf welchem Satelliten TV-Sender ihr Programm verbreiten, sei ausschließlich die Entscheidung des jeweiligen Senders. Die Programme

könnten jedoch weiterhin im HD-Format empfangen werden. Dazu benötige man einen entsprechenden HD-Receiver. Kleiner Tipp: Auf Hotbird werden die Sender ARD und ZDF noch in Digital ausgestrahlt.


8. Griechisch-Bayerischer Kulturtag

Am Sonntag, dem 24. Juni (12.30 bis 18 Uhr) findet auf dem Münchner Odeonsplatz der 8. Griechisch-Bayerische Kulturtag statt, ein alljährliches festliches Ereignis, das inzwischen schon zur Tradition geworden ist.


Weitere Unter Uns-Themen:


Feuilleton (S. 16)

Die Krise oder „zu viele Häuptlinge – keine Indianer”

Der Titel dieses Beitrags ins Griechische übertragen: zu viele Philosophen – keine Hackler! Über die Zustände und die Menschen, die dafür verantwortlich sind, zu philosophieren oder laut nachzudenken, ist hierzulande eine alte Tradition – siehe Sokrates! Obwohl – er hat scharfsinnig analysiert.


Theodor Däubler (1876-1934): Griechenland, Teil 17

Santorin: vulkanische Insel mit vielen Geschwistern

Bei seinem Besuch auf Santorin gehörten für Theodor Däubler Erdstöße fast schon zum Alltag.


Weitere Themen:


Und nun noch das Wetter:

Erste Hitzewelle des Jahres

Es wird heiß in Griechenland, vor allem am Mittwoch und am Donnerstag. In Athen werden bis zu 38° C erwartet, in Larissa 39° C. Am kühlsten wird es auf den Ionischen Inseln mit etwa 31° C. Für die übrigen Landesteile werden Werte um die 35° C prognostiziert. Der Himmel bleibt in den meisten Teilen Griechenlands klar, in Nord- und Mittelgriechenland kommt es hingegen zu Wolkenbildung. Ab Freitag sinken die Temperaturen, es werden Werte um die 30° C erwartet. Dazu wehen zum Teil recht stürmische Winde aus überwiegend nördlichen Richtungen. Am stärksten pfeift der Wind auf den Kykladen, wo bis zu Stärke 8 erwartet wird. Dort ist es am Samstag und Sonntag mit 27° C auch am kühlsten.


Sie finden uns auch im Social Network - Besuchen Sie uns!


http://www.facebook.com/home.php#!/pages/Griechenland-Zeitung/192439541362

http://twitter.com/#!/GRZeitung


Griechenland Zeitung

Geraniou 41

104 31 Athen

Tel: 0030 210 65 60 989

Fax: 0030 210 65 61 167

E-Mail:

Internet: www.griechenland.net