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Waldbrände nun auch in der Nähe der griechischen Hauptstadt Athen Tagesthema

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Waldbrände nun auch in der Nähe der griechischen Hauptstadt Athen
In Griechenland setzt sich die Serie der Waldbrände fort. Am Donnerstagnachmittag fingen im attischen Daskalio / Kakia Thalassa, etwa 30 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Athen, mehrere Häuser Feuer. An fünf von ihnen entstanden schwere Sachschäden. Ein dort befindliches Kloster und ein Kinderferienlager mussten vorbeugend evakuiert werden. Vor Ort im Einsatz waren sieben Löschflugzeuge und zwei Hubschrauber sowie 25 Einsatzwagen der Feuerwehr.
hr. Ein weiterer Trupp von 36 Feuerwehrleuten bekämpfte die Flammen zu Fuß.

In mehreren Teilen Griechenlands war es bereits am gestrigen Mittwoch zu zahlreichen Waldbränden gekommen. Betroffen waren vor allem die Peloponnes sowie die Insel Kreta.

Auf der Nordpeloponnes mussten am Mittwoch fünf Siedlungen evakuiert werden. In einigen Fällen wurde der Notstand ausgerufen. Auf der Peloponnes wurden drei Feuerwehrmänner leicht verletzt und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Mindestens sechs Gebäude wurden dort beschädigt. Begünstigt wurden die Flammen durch hohe Temperaturen, Trockenheit und starke Winde.

Am heutigen Donnerstag brennt es noch immer auf der Peloponnes im Regionalbezirk Achaia, in der Nähe der Hafenstadt Patras. Betroffen sind hier die Umgebung der Ortschaften Platani und Agios Jorgios, vor allem Wälder und landwirtschaftliche Nutzflächen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Da die Winde heute etwas abgenommen haben, konnten die Brände inzwischen von der Feuerwehr halbwegs eingedämmt werden. Vor Ort im Einsatz waren noch Löschflugzeuge, Hubschrauber, 69 Löschfahrzeuge, zahlreiche Feuerwehrleute zu Fuß sowie etwa 50 Soldaten.

Eingedämmt werden konnten die Brände auch im Bezirk Achaia auch in den Regionen Sella, Argyra sowie Ano und Kato Kastritsi. Am gestrigen Mittwoch mussten dort Anwohner teilweise evakuiert werden. Die Feuerwehr bekämpft heute auch hier immer wieder aufflammende Brandherde.

Der ehemalige Ministerpräsident Jorgos Papandreou hat am Mittwoch die Region besucht und sich über die dortige Situation informiert. Die Brände auf der Peloponnes waren bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ausgebrochen. Von den Löscharbeiten mussten am Mittwoch sechs ältere Flugzeuge des Typs Canadair abgezogen werden, weil sie technische Probleme aufwiesen.

Zu Bränden kam es am  Mittwochnachmittag auch auf der Insel Kreta. Betroffen war hier die vor allem der Verwaltungsbezirk Chania. Auch hier musste eine Siedlung evakuiert werden. Mindestens zehn Häuser sollen schwer beschädigt worden sein. Die Feuerfront hatte sich am Mittwoch teilweise über eine Breite von 20 Kilometern ausgedehnt. Inzwischen soll auch dieser Brand halbwegs eingedämmt worden sein. Opfer der Flammen wurden landwirtschaftliche Nutzflächen wie auch Wald- und Buschland. Der Vizebürgermeister von Kissamos, im Westen von Chania, Michalis Mountakis, teilte mit, dass auch Tiere und Bienenstöcke Opfer der Flammen geworden seien. Auch hier musste am Mittwoch ein Helikopter wegen technischer Probleme die Löscharbeiten einstellen.

Bereits zum dritten Tag kämpft die Feuerwehr am heutigen Donnerstag in der Nähe von Zevgolatio bei Korinth gegen die Flammen. Hier konnte das Feuer bisher auf eine Schlucht begrenzt werden. Auch in Arkadien auf der Peloponnes war am Mittwoch ein Waldbrand ausgebrochen. Mit Hilfe von Flugzeugen waren die Löscharbeiten relativ schnell von Erfolg gekrönt. Große Brandgefahr herrscht heute vor allem in den Gegenden Attika, Kreta, Korinthia, Argolis sowie auf den Inseln Chios, Samos und Ikaria. (GZeh, Foto: Eurokinissi)

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