Gegen Staatsanwältin gerichteter terroristischer Anschlag in Athen

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Gegen Staatsanwältin gerichteter terroristischer Anschlag in Athen

Die terroristische Organisation „Bande der Feuerherde“ steht hinter dem Anschlag auf das Mietshaus im Athener Stadtteil Exarchia, in dem die Staatsanwältin Georgia Tsatani lebt. In einem Bekennerschreiben erklären die Terroristen ihre Tat damit, dass die Staatsanwältin „korrupt“ sei. Sie beziehen sich auf Prozessakten über Rüstungsverträge sowie auf Unterlagen festgenommener Familienangehöriger und Freunde von Mitgliedern der „Bande der Feuerherde“. Die Verfasser des Bekennerschreibens werfen der Staatsanwältin außerdem vor, sie habe „Prozessakten verschwinden lassen, die die Interessen der politischen und unternehmerischen Mafia antasten“. Der Anschlag sei u. a. drei inhaftierten Mitgliedern der Organisation gewidmet. Im Bekennerschreiben, das die Täter „Plan Nemesis, erster Akt“ betitelt haben, werden weitere terroristische Aktionen angekündigt.


Die Täter hatten Mittwochnacht einen Sprengmechanismus unter dem Pkw eines Polizisten deponiert. Kurz darauf haben sie bei einer Zeitung und einem Nachrichtenportal vor der bevorstehenden Explosion gewarnt. Die Gegend um die Ippokratous-Straße im Stadtteil Exarchia wurde daraufhin von den Ordnungshütern abgeriegelt. Durch die Detonation entstanden Sachschäden in der Buchhandlung, die sich im Erdgeschoss des Hochhauses, in dem die Staatsanwältin Tsatani ihre Wohnung hat, befindet. Zunächst war unklar gewesen, ob eventuell dieses Geschäft Ziel des Anschlags gewesen sei. Das Bekennerschreiben brachte entsprechende Aufklärung. (Griechenland Zeitung / eh; Foto: © Eurokinissi)

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