Griechischer Kreuzzug gegen Plastikmüll

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Griechenland „schwimmt“ in Plastik. Angesichts der massiven Verwendung von Einweg-Plastikartikeln und der Knappheit von Abfallwirtschaftssystemen schätzen Wissenschaftler, dass weltweit jedes Jahr 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen enden. Um den Plastikkonsum zu reduzieren, wurde in Hellas Anfang des Jahres eine Gebühr für Plastiktüten eingeführt (4 Cent), die im Laufe der Zeit weiter steigen soll.

Einen konkreten Schritt zur Schonung der Umwelt tat man nun auf der Insel Sikinos:  Dort wurden die Kunststoff-Strohhalme verbannt! Mehr dazu erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der Griechenland Zeitung.

Einem weiteren Umwelt-Killer will man in Griechenland den Kampf ansagen: Dem Einweg-Kaffeebecher! Dieser Plastikartikel ist fast täglicher Begleiter für Angestellte, Studenten usw. auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule. Fast 300 Millionen Plastikbecker, sowohl für Kaffee als auch alkoholfreie Getränke, werden jährlich in Griechenland weggeworfen. Das sind elf Becher pro Sekunde! Für dieses Problem gibt es allerdings eine einfache Lösung. Kauft man sich einen Mehrwegbecher, kann dieser immer wieder verwendet werden und verursacht so keine Belastung für die Natur. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass viele Cafés in Griechenland Rabatte anbieten, wenn man seinen eigenen Becher mitbringt. 
Freiwillige von Greenpeace aus ganz Griechenland haben es sich zum Ziel gemacht, diesen Lösungsansatz zu fördern und massenhaft unter die Leute zu bringen. Auf der Webseite der Umweltorganisation findet man eine Liste aller Cafés, die den Service anbieten, Getränke in den selbst mitgebrachten Becher zu füllen. Bisher gibt es in Hellas insgesamt fast 100 solcher Cafés, allein in Athen etwa 30. Immer mehr Menschen entschließen sich dazu, diesem Trend zu folgen. Wenn es weiterhin so gut läuft, können die Einweg-Becher vielleicht komplett verbannt werden. 

Hier findet ihr die Karte der teilnehmenden Cafés: www.stopotirimou.gr

(GZjt)

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