Bis zum 19. August wurden in Griechenland 157 Fälle des West-Nil-Virus registriert. Dreizehn Menschen, die überwiegend an einer Vorerkrankung gelitten hatten, verstarben bisher an Komplikationen dieses durch Stechmücken übertragenen Virus.
23 Menschen werden derzeit auf Intensivstationen griechischer Krankenhäuser mit Komplikationen, die auf das West-Nil-Virus zurückzuführen sind, behandelt.
Es ist die höchste Zahl an entsprechenden Erkrankungsfällen seit 2018. Die meisten davon wurden im Osten Attikas registriert. Experten erklären in den griechischen Medien, dass die Entwicklung von Mückenpopulationen in diesem Jahr durch hohe Temperaturen in Verbindung mit vergleichsweise vielen Regenfällen im Frühjahr begünstigt worden sei.
Der Epidemiologe Gikas Magiorkinis erklärte gegenüber CNN Greece, dass die tatsächliche Anzahl der Infizierten mindestens zehn Mal höher als die offiziell registrierte sei, da nicht alle Infizierten unweigerlich auch Symptome aufweisen würden.
Sein Kollege Dimitris Paraskevis bekräftigte gegenüber dem staatlichen Fernsehsender ERT, dass nur 20 Prozent der Infizierten leichte Symptome aufweisen würden und lediglich 1 % sehr schwere Symptome. Zu den milden Krankheitsbildern zählen Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Müdigkeit. Allerdings kann es auch zu starken Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Bewusstseinsstörungen, Bewusstlosigkeit und weiteren schweren neurologischen Störungen kommen. Paraskevis betont daher insbesondere die Bedeutung des individuellen Schutzes der Menschen vor Mückenstichen. (Griechenland Zeitung / eh)