Bis Montag (31.8.) wurden auf der Insel Kefalonia im Ionischen Meer mindestens drei Wildpferde von Unbekannten angeschossen. Das berichtet der lokale Tierschutzverein Strays in Action-Greece in den sozialen Medien.
Diese wilden Pferde leben normalerweise auf dem Ainos-Berg, der eine Höhe von über 1.600 Metern erreicht. Durch anhaltende Trockenheit und einen größeren Waldbrand im Sommer seien jedoch Futter und Wasser für diese Tiere rar geworden. Nur aus diesem Grund seien die sogenannten „Ainos-Wildpferde“ auf Futtersuche in bewohnte Gegenden vorgedrungen und haben dort u. a. Schäden in Gemüsegärten angerichtet.
Der lokale Tierschutzverein hat mehrere Vorschläge unterbreitet, die u. a. eine Einrichtung zur Unterbringung und Betreuung der Pferde sowie Sterilisationen vorsehen. Zur Bearbeitung des Falles wurden von den Behörden Ermittlungsakten angelegt.
Die sogenannten Ainos-Pferde sind Nachkommen der Pindos-Pferde auf dem westgriechischen Festland. Exemplare von ihnen wurden einst auf Kefalonia freigelassen und leben dort seither in freier Wildbahn. Von der Körpergröße erinnert diese Rasse an Ponys; sie verfügen über eine große Widerstandskraft, um unter äußerst schwierigen Bedingungen überleben zu können. Diese Rasse ist vom Aussterben bedroht. (Griechenland Zeitung / eh)