Zehn Personen, darunter acht Griechen – nach Angaben der lokalen Nachrichtenseite neakriti alle aus einer Familie – und zwei Ausländer, wurden Mitte September auf Kreta im Mylopotamos (Region Rethymno) wegen Betruges im Zusammenhang mit Subventionen, Drogenhandel, Waffen und Sachbeschädigung festgenommen.
Nach Durchsuchungen von nahe gelegenen Wohnungen und Schafsställen konfiszierten die Sicherheitsbehörden u. a. ein kleines Feld mit elf Cannabispflanzen, 995 Gramm Cannabis, 1.850 Euro bar, drei Messer sowie 18 Telefone. Zusätzlich wurden sieben Lkw, ein Pkw und eine Baumaschine beschlagnahmt. Bei den Kontrollen stellten die Beamten fest, dass in den Schafställen teilweise weniger Tiere standen, als in den offiziellen Erklärungen angegeben waren. Laut Polizei wurden Schafe und Ziegen zwischen verschiedenen Herden „jongliert“, um bei Kontrollen falsche Voraussetzungen für den Erhalt von Subventionen zu schaffen. Außerdem sollen die Festgenommenen im Drogenhandel aktiv gewesen sein. Nach ersten Aussagen vor dem Staatsanwalt in Rethymno wurde ein Sohn der Familie inhaftiert, die restlichen Verdächtigen unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. (Griechenland Zeitung / ebo)