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Generalstreik in Griechenland und Schweigeminute für drei tote Bankangestellte Tagesthema

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Generalstreik in Griechenland und Schweigeminute für drei tote Bankangestellte
Griechenland / Athen. Mit einer Schweigeminute für die drei toten Bankangestellten, die am 5. Mai im Umfeld friedlicher Proteste bei einem Brandanschlag ums Leben kamen, begann heute um 11.00 Uhr die Protestkundgebung der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (ADEDY) und der Gewerkschaft für den Privatsektor (GSEE) am Athener Pedion tou Areos Platz. Mitglieder der der Kommunistischen Partei (KKE) nahe stehenden Gewerkschaft PAME trafen sich bereits um 10.
10.00 Uhr am Omonia-Platz. Die Generalsekretärin der KKE Aleka Papariga stellte in ihrer Rede fest: „Der Fluss kann nicht stromaufwärts fließen. Das was zählt, ist, dass daraus ein größerer Fluss entsteht, ein richtiger Wasserfall.“ Mitglieder der PAME halten außerdem seit heute morgen symbolisch das Arbeitsministerium an der Piräos Straße besetzt.
Während die Gewerkschafter von ADEDY und GSEE zum Parlament am Syntagmaplatz marschierten, zog der Demonstrationszug der PAME überraschend zur Station „Thissio“ der Elektrobahn ISAP.
Wegen der Protestkundgebungen wurden weite Teile des Zentrums für den Straßenverkehr gesperrt. Eingeschränkt wird der Nahverkehr vor allem auch dadurch, dass alle öffentlichen Nahverkehrsmittel heute bestreikt werden. Lediglich die Elektrobahnen (ISAP) und die Straßenbahnen (Tram) verkehrten eingeschränkt in der Zeit zwischen 10.00 und 16.00 Uhr, die anderen Verkehrsmittel überhaupt nicht.
Bestreikt werden auch die staatliche Eisenbahn OSE und die Schiffe. Nicht vom Streik betroffen ist der Flugverkehr, da die Fluglotsen ihren ebenfalls in Aussicht gestellten Streik abgesagt haben. Einzige Ausnahme können Flüge in entlegene Regionen Griechenlands sein.
Am Streik beteiligen sich viele Angestellte des öffentlichen Dienstes, Lehrer, Steuer- und Zollbeamte, die Angestellten der staatlichen Stromgesellschaft DEI, die Angestellten in den Gemeinden und Präfekturen, die Bankangestellten, die Anwälte und Angestellte in der Privatwirtschaft.
Die Polizei hat heute Mittag im Athener Stadtteil Exarchia, wo es häufig zu Ausschreitungen kommt, vorläufig 20 Personen wegen „Unruhestiftung“ festgenommen. Gegen 13.00 hatten Demonstranten, in dem sie „Diebe, Diebe“ riefen, versucht, ins Parlamentsgebäude einzudringen. Sie konnten aber von der Polizei zurückgedrängt werden. (Griechenland Zeitung / eh, Foto: Eurokinissi)

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