„Das Leben und Wirken von Kaiti Manolopoulou wird auch für kommende Generationen ein wertvolles Vermächtnis bleiben.“ Das erklärte der Bürgermeister der mittelgriechischen Kleinstadt Distomo, Ioannis Stathas, anlässlich des Todes der Schriftstellerin.
Die Bücher von Kaiti Manolopoulou gelten als wichtige Beiträge zur Literatur über das Massaker von Distomo, das 1944 durch Soldaten der SS an den Einwohnern des Dorfes begangen wurde.
Die Tageszeitung Kathimerini beschrieb Manolopoulou als eine „große Dame von Distomo“. Dabei wurde erklärt, dass sie zwar in Athen geboren wurde und dort gelebt hatte, in ihrem Herzen habe sie jedoch immer Distomo getragen, was auch ihre „Quelle der Inspiration“ gewesen sei. Sie gilt auch als Gründungsmitglied des Volkskundemuseums von Distomo. Beigesetzt wurden sie am Dienstag in dieser mittelgriechischen Kleinstadt, aus der ihre Vorfahren und Verwandten stammen.
Kathimerini benennt als ihr bedeutendstes Werk das Buch „Juni ohne Ernte (Distomo 1944)“, das in deutscher Erstübersetzung im Verlag der Griechenland Zeitung erschienen ist. Manolopoulou verlor in Distomo durch das äußerst brutale Massaker zahlreiche Verwandte. In ihrem Buch „verwebt sie Erinnerungen und Augenzeugenberichte und zeichnet gleichzeitig auch das Bild des Dorfes Distomo in Friedenszeiten vor den tragischen Ereignissen“.
Hier geht es zum Buch Juni ohne Ernte (Distomo 1944)
(Griechenland Zeitung / eh)