Griechische Touristenzentren wie Kreta, Korfu oder Rhodos
verzeichneten im Juni bis zu 20 % weniger Gäste als im Vorjahr. Vor
allem auch die Ankünfte aus Deutschland sind deutlich
zurückgegangen. Als Hauptgründe geben Tourismusexperten die
weltweite schlechte Wirtschaftslage sowie gewisse Unsicherheiten,
die durch den Irak-Krieg hervorgerufen wurden, an. Auch zum Teil
deutlich gestiegene Preise – etwa für Strandliegen und
Sonnenschirme oder in Bars und Cafés – hätten zu einer sich
abzeichnenden Marktkorrektur geführt; vor allem für Touristen aus
dem früheren Ostblock sei Griechenland einfach zu teuer. Beliebte
Ausweichziele sind Bulgarien oder Kroatien.
Zu einem scharfen Schlagabtausch zwischen der Stadt Athen und dem
orthodoxen Athener Erzbistum kam es in dieser Woche. Die Gemüter
erhitzten sich wegen Beschlüssen der Stadt, die den Betrieb von
Freudenhäusern regeln sollen. Die Kirche sprach daraufhin von einer
„Abwertung und Erniedrigung des menschlichen Individuums", von
Entscheidungen, die die erste Gemeinde des Landes nicht ehren
würden und die mit der Kultur, „die wir vor allem während der
Olympischen Spiele vermitteln wollen", unvereinbar sei. Den
Politkern unterstellt die Kirche, dass die jüngsten Beschlüsse
Kreise der Prostitution zufrieden stellen würden und man der
Prostitution angesichts der Olympischen Spiele „offiziellen
Charakter" verleihen wolle. Die Stadt Athen warf der Kirche
ihrerseits fehlende Information vor und sprach von einer
ungerechtfertigten Reaktion.