Staatsrat genehmigt Flughafenverpachtungen an Fraport Tagesthema

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Staatsrat genehmigt Flughafenverpachtungen an Fraport

Der Staatsrat hat die Verpachtung von 14 griechischen Flughäfen an die deutsche Flughafen-Betreibergesellschaft Fraport genehmigt. Dagegen hatte zuvor die Gewerkschaft der Griechischen Zivilluftfahrt (OSYPA) gemeinsam mit Gemeinden und sonstigen Trägern aus Korfu und Chania auf Kreta Einspruch erhoben. Die OSYPA argumentierte damit, dass die Verpachtung gegen Verfassungsrichtlinien verstoße. Darin sei eine Übergabe von staatlichen Flughäfen an Privat untersagt, da dadurch dem „Staat Territorium geraubt wird, auf dem er Hoheitsrechte ausübt“.


Die Übergabe soll bis Mitte Februar 2017 erfolgen. Der Pachtvertrag beläuft sich auf 40 Jahre. Als Gegenleistung wird Fraport Greece eine einmalige Summe von 914 Millionen Euro in die griechische Privatisierungskasse TAIPED einzahlen. Ansonsten wird das Unternehmen zuständig für die Wartung und Entwicklung der Flughäfen sein. Bis 2020 muss Fraport weitere 330 Millionen für deren Aufwertung investieren. Zusätzliches Kapital soll zum Beispiel für die Erweiterung der Flughafengebäude eingesetzt werden. Verpachtet werden die Flughäfen von Thessaloniki und Kavala in Nordgriechenland, Aktion in Zentralgriechenland sowie auf den Inseln Korfu, Kefalonia, Kos, Mykonos, Mytilini, Rhodos, Samos, Santorini, Skiathos, Zakynthos und in Chania auf Kreta. (Griechenland Zeitung / eh)


Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt den Flughafen Paros, der am 29. Juli 2016 von Ministerpräsident Alexis Tsipras eingeweiht wurde.

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