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Regierungssprecher: Legislaturperiode wird voll ausgeschöpft Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den griechischen Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den griechischen Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos.

Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos hat für die Wochenendausgabe der Wirtschaftszeitung „Imerisia“ ein Interview gegeben. Befragt wurde er über die Fortschritte der Verhandlungen mit den Internationalen Geldgebern, aber auch über die politische Lage in Griechenland generell.


Tzanakopoulos erklärte in diesem Sinne, es sei das Ziel der griechischen Regierung, dass während des Treffens der EU-Finanz- und Wirtschaftsminister (Eurogruppe) am Montag die von der griechischen Regierung erzielten Fortschritte „anerkannt werden“. Bei den Punkten „Technische Vereinbarung“ und „Haushalt 2019“ hoffe man auf einer Annäherung zwischen Athen und der Seite der Geldgeber. Letztendliches Ziel sei es, bis April ein Übereinkommen zu erzielen. Auf den Hinweis, dass dies bereits für den vergangenen Dezember geplant war, erinnerte der Sprecher daran, dass der Internationale Währungsfonds noch Ende 2016 zusätzliche Maßnahmen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro gefordert hatte.
Tzanakopoulos zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die 153 Parlamentarier der Regierungskoalition aus dem Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) und der rechtspopulistischen Unabhängige Griechen (ANEL) den mit den Geldgebern zu vereinbarenden Maßnahmen ihr Votum geben werden. Das sei vor allem dadurch begründet, dass diese Maßnahmen gemeinsam mit „Gegenmaßnahmen“ verabschiedet werden, die den „schwächeren gesellschaftlichen Schichten zu Gute kommen werden“.
Was das schlechte Abschneiden der Regierungspartei SYRIZA bei jüngsten Umfragen angeht – die demzufolge zum Teil nur mit halb so vielen Wählerstimmen rechnen kann wie die konservative Opposition ND – so schätzte Tzanakopoulos ein, dass dies angesichts der harten Maßnahmen, die die Regierung umsetzen muss, „logisch“ sei. Relativierend fügte er hinzu, dass „die Umfragen in den Augen der Menschen ihre Glaubwürdigkeit verloren haben“. Die Regierungsarbeit werde als Ganzes am Ende ihrer Legislaturperiode im Jahr 2019 bewertet. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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