Finanzkrise und Namensfrage bescheren der Regierung karge Umfragewerte

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Fast jeder zweite Grieche (48 %) glaubt, dass die Mitgliedschaft des Landes in der Eurozone den Ausweg aus der seit 2010 anhaltenden akuten Finanz- und Wirtschaftskrise erschwert habe.

Das ergibt eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Alco für den Fernsehsender Open. Knapp ein Drittel (31 %) der Befragten sind hingegen der Meinung, dass die Mitgliedschaft im Euro den Ausweg vereinfacht habe. Etwa sieben von zehn (71 %) vertreten die Ansicht, dass sich Griechenland noch immer nicht auf Wachstumskurs befinde.
Vor allem haben die meisten Befragten den Eindruck, dass die konservative Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) bei den bevorstehenden Europawahlen die meisten Stimmen für sich gewinnen dürfte. Dieser Erhebung zufolge liegt die ND derzeit mit 6,9 Prozentpunkten vor der Regierungspartei Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA). Alco zufolge würden 26,6 % der ND ihre Stimme geben, wenn zum jetzigen Zeitpunkt Europawahlen stattfinden würden; 19,7 % haben das für SYRIZA vor. Es folgen die faschistische Chryssi Avgi mit 7 %, die sozialistische Bewegung der Veränderung mit 5,6 % und die kommunistische KKE mit 5,3 %. Unentschlossen ist ein hoher Anteil der Befragten: 19,4 %.
Besonders in den nordgriechischen Regionen Makedonien und Thrakien ist der Unterschied bei der beabsichtigten Stimmabgabe für ND und SYRIZA hoch. Als Grund dafür kann die Anfang des Jahres erfolgte Lösung der Namensfrage der Republik Nordmazedonien gewertet werden. Ein großer Teil der Bevölkerung sowie die Opposition hatten sich heftig dagegen ausgesprochen, dass dieses Nachbarland das Wort „Mazedonien“ in seinem Staatsnamen tragen darf. (Griechenland Zeitung / eh)

 

 

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