„Das schwierigste steht noch bevor“ – bisher 38 Todesopfer durch Covid-19 in Griechenland Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Pressesprecher des Gesundheitsministeriums für die Bekämpfung des Coronavirus Sotiris Tsiodras. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Pressesprecher des Gesundheitsministeriums für die Bekämpfung des Coronavirus Sotiris Tsiodras.

1.156 Menschen sind in Griechenland mit dem Coronavirus infiziert. Bis Sonntagabend (29.3.) starben 38 Personen an Covid-19. 69 Patienten liegen auf den Intensivstationen der Krankenhäuser.

Der Pressesprecher des Gesundheitsministeriums für die Bekämpfung des Coronavirus Sotiris Tsiodras stellte am Sonntagabend während einer Pressekonferenz fest, dass sich die meisten Patienten in Attika befinden. Bisher seien landesweit 15.150 Tests durchgeführt worden, um eventuelle Corona-Fälle zu diagnostizieren.
Der Staatssekretär für Krisenmanagement im Bürgerschutzministerium Nikos Chardalias fügte hinzu, dass die Geschäfte mindestens bis zum 11. April geschlossen bleiben würden. Er stellte klar, dass diese Maßnahme nicht auf jene Läden ausgedehnt werde, die während der Ausgangsbeschränkungen geöffnet bleiben durften, darunter vor allem die Supermärkte. Bis auf weiteres gelten die verhängten Einschränkungen auch für die Kirchen des Landes, wo nach wie vor keine Gottesdienste in Anwesenheit der Gläubigen durchgeführt werden dürfen. Lediglich für das individuelle Gebet dürfen die Pforten geöffnet bleiben.
Zwei vom Coronavirus besonders betroffene Dörfer in der Nähe von Kozani sind nach wie vor unter Quarantäne gestellt. Chardalias ergänzte, dass sich die Lage in Griechenland noch nicht etwa beruhigt habe: „Das Schwierigste steht noch bevor“, teilte er mit.
Der Staatssekretär im Gesundheitsministerium Vassilis Kontozamanis sagte, dass im ganzen Land 3.100 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt werden könnten. 215 Intensivstationen würden für besonders komplizierte Fälle zur Verfügung stehen. Das Ministerium ziehe nach wie vor in Betracht, private Krankenhäuser zu requirieren, um dort bei Bedarf Covis-19-Patienten behandeln zu können. (Griechenland Zeitung / eh)

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