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Heiße Spuren bei Ermittlungen gegen Terrorgruppe

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Ermittler in Athen glauben, auf Spuren der terroristischen „Gruppe der Volkskämpfer“ (Omada Laikon Agoniston – OLA) gestoßen zu sein. Seit Mittwoch (23.9.) wurden in Athen drei Verdächtige im Alter zwischen 36 und 42 Jahren festgenommen.

Am Montag gaben sie ihre Aussagen bei der Staatsanwaltschaft zu Protokoll; einer von ihnen wurde in Untersuchungshaft eingewiesen. Er soll sich in der Vergangenheit an einem Banküberfall sowie an der Entführung eines Unternehmers beteiligt haben. Die anderen beiden Personen wurden wegen Mangels an Beweisen auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei sucht nach mindestens drei weiteren Personen, die mutmaßlich OLA-Mitglieder sein könnten.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Ermittlungen sind im Athener Stadtteil Petralona zwei Handfeuerwaffen sichergestellt worden. Eine eventuelle Benutzung bei Straftaten konnte allerdings nicht nachgewiesen werden. In einem Lagerraum im Stadtteil Koukaki wurden außerdem mindestens elf Kilo Sprengstoff sichergestellt.
OLA ist einer der wenigen noch aktiven Terrorgruppen Griechenlands. Ihr zur Last gelegt wird u. a. im Jahr 2013 ein Anschlag auf die Residenz des damaligen deutschen Botschafters im Athener Stadtteil Chalandri. 2014 zeichnete OLA für einen Anschlag auf die Tageszeitung „Kathimerini“ und 2018 auf den Radiosender „Skai“ verantwortlich. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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