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Ex-Premier Samaras reflektiert vor illustrem Publikum über die Politik Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt den früheren Regierungschef Antonis Samaras. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt den früheren Regierungschef Antonis Samaras.

Es gebe eine „Führungs-Lücke“ in der EU und international herrsche „politische Armut“. Dieses Statement hat am Mittwoch (7.12.) der frühere Premierminister Antonis Samaras (2012-2015) während einer Rede bei der Eröffnung eines Instituts, das ihm zu Ehren benannt wurde, abgegeben.

In seiner Rede vermittelte er vor allem auch eine Botschaft der Einheit innerhalb der Reihen der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia (ND) aus, deren Vorsitzender er einst war (2009 bis 2015).
In seiner einstündigen Rede befasste sich Samaras mit den gesamten politischen Geschehnissen in Hellas: Abhörskandal, Energie- und Flüchtlingskrise sowie mit der angespannten Situation in der Ägäis.
Was das Abhören der Telefone von Politikern, Journalisten und Unternehmern betrifft, so sprach er – für den Fall, dass eine Regierung dahinter stecken sollte – von einer „antidemokratischen Abweichung“. Sollte dies zutreffen, forderte er zu „klaren Antworten ohne Ausreden“ auf; Medienberichten zufolge soll auch Samaras zu den Opfern der Abhöraffäre zählen.
Weiterhin hieß der konservative Politiker „echte Flüchtlinge“ willkommen; das Phänomen der illegalen Migration werde man jedoch nicht dulden. Zudem brachte er seine Bewunderung für die ukrainische Bevölkerung zum Ausdruck, die „hartnäckig für ihre Heimat kämpft“. In diesem Sinne sprach er von einem „Patriotismus, für den man sich nicht schämen darf“. Samaras ging auch auf den Kauf von Kampfjets des Typs Rafale und Fregatten der Baureihe Belharra aus Frankreich sowie auf die US-amerikanische Präsenz im nordgriechischen Alexandroupolis ein. Dies alles sei ein positiver Schritt, der Griechenland einen geopolitischen Vorteil gegenüber der Türkei verschaffe. Was die Energiekrise in Europa angeht, so biete das östliche Mittelmeer eine Lösung dafür dar. Als eines der größten Probleme des Landes beschrieb er die Bevölkerungspolitik, die jedoch nicht von der Migrationsfrage gelöst werden könne. Vielmehr forderte er politische Maßnahmen, „damit die Griechen mehr Kinder bekommen“.
Anwesend bei der Rede des Ex-Premiers im Athener Pallas Theater waren auch der amtierende Premierminister Kyriakos Mitsotakis sowie die früheren Regierungschefs Kostas Karamanlis, Panagiotis Pikrammenos und Loukas Papadimos. Auch der Erzbischof von Athen Hieronymos und der US-Botschafter in Athen George Tsunis gaben sich die Ehre. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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