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Zunehmendes Interesse Griechenlands an der Weltraumforschung

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während der Veranstaltung „Greece in Orbit“ in Athen. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während der Veranstaltung „Greece in Orbit“ in Athen.

Griechenland ist stark an der Weltraumforschung interessiert. Bisher wurden 21 Satellitenstarts realisiert, zudem wurde bereits der erste Grieche, der ins Weltall fliegen wird, ausgewählt. Vor diesem Hintergrund fand in Athen eine Veranstaltung unter dem Titel „Greece in Orbit – Griechenland im All: Der nächste Schritt“ statt.

Griechenland rückt seinem Traum von einer eigenen Weltraummission näher. Mit Dr. Adrianos Golemis nimmt erstmals ein griechischer Wissenschaftler am Astronautenausbildungsprogramm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) teil und ebnet damit den Weg für den ersten griechischen Flug zur Internationalen Raumstation (ISS). Dr. Golemis soll innerhalb der kommenden zwei Jahre als erster Grieche dieser Internationalen Raumstation einen Besuch abstatten. Die Mission soll bis zu drei Wochen in Anspruch nehmen. Die Planungen standen kürzlich im Mittelpunkt einer Sitzung unter Leitung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis. Anlass war der offizielle Beginn der Astronautenausbildung von Golemis bei der Europäischen Weltraumorganisation.

Greece in Orbit – Griechenland im All
Während seines Aufenthalts auf der ISS soll der Astronaut wissenschaftliche Experimente und Technologiedemonstrationen durchführen, die von griechischen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen vorgeschlagen wurden. Zudem sollen innovative Technologien griechischer Firmen unter Weltraumbedingungen getestet werden. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Förderung des Interesses junger Menschen an Wissenschaft und Raumfahrt erörtert. Geplant sind unter anderem ein Schülerwettbewerb zum Bau eines Satelliten, weitere Wettbewerbe in den MINT-Fächern sowie die Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler, Fragen an die Besatzung der ISS zu richten.

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Fortschritte bei der Raumfahrtpolitik
Bei der Veranstaltung „Greece in Orbit – Griechenland im All: Der nächste Schritt“ bezeichnete Ministerpräsident Mitsotakis die geplante erste griechische Astronautenmission als „wichtigen Meilenstein für die Raumfahrt des Landes“. Griechenland habe in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei seiner Raumfahrtpolitik erzielt. Neben mehreren Satelliten im All habe sich inzwischen auch ein dynamisches Ökosystem aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen entwickelt.

Dynamischer Akteur
Im Rahmen der Veranstaltung stellte der Minister für E-Government Dimitris Papastergiou das neue mit rund 350 Millionen Euro ausgestattete Vierjahresprogramm nationale Raumfahrtprogramm „HELLAS-SPACE 2.0“ vor. Finanziert wird es über den Wiederaufbaufonds und in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation sowie dem Hellenic Space Center. Es soll die Raumfahrtkompetenz Griechenlands stärken und die Entwicklung neuer Satelliten- und Weltraumtechnologien fördern.

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Zugleich kündigte Papastergiou ein landesweites Raumfahrtprogramm für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe an. Jugendliche aus ganz Griechenland sollen dabei eigene Kleinstsatelliten (PocketQubes) entwerfen, bauen und in die Erdumlaufbahn bringen. Bis zu acht dieser Nanosatelliten sollen gestartet werden, während Schulen im ganzen Land als Bodenstationen an dem Projekt mitwirken.
Auch der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation, Josef Aschbacher, würdigte Griechenlands Entwicklung im europäischen Raumfahrtsektor. Das Land habe sich zu einem dynamischen Akteur entwickelt und leiste mit Projekten in den Bereichen Satellitentechnik, Erdbeobachtung und Datenanwendungen einen wichtigen Beitrag zu Innovation, Wirtschaftswachstum und Krisenvorsorge in Europa.

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Nach Angaben des Ministeriums hat Griechenland im Rahmen seiner nationalen Raumfahrtstrategie bereits 21 Satellitenstarts realisiert. Darüber hinaus wurden 2.141 Satellitenbilder ausgewertet, 42 Gesetzesvorhaben auf den Weg gebracht und 343 Investitionsprojekte im Bereich der Raumfahrt initiiert.
(Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)


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