Griechenland reagierte in diesen Tagen scharf auf Pläne der Türkei, zwei Meeresparks in der nordöstlichen Ägäis und im östlichen Mittelmeer zu gründen, die sich über die türkischen Hoheitsgewässer hinaus erstrecken sollen.
In einer Mitteilung des griechischen Außenministeriums heißt es, dass auf Grundlage des internationalen Seerechtes kein Land das Recht habe, „einseitig die Einrichtung von Meeresschutzgebieten in Gebieten außerhalb der nationalen Hoheitsgewalt vorzunehmen“. Griechenland hingegen habe sich bei der angekündigten Gründung zweier Meeresparks im Ionischen Meer und in der Ägäis an das internationale Recht gehalten.
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In einem Interview mit der Sonntagzeitung To Vima vertrat Außenminister Jorgos Gerapetritis die Auffassung, dass die von der Türkei angekündigten Meeresparks illegal seien. Türkischen Veröffentlichungen zufolge würden sich diese zwischen den griechischen Inseln Limnos und Samothraki sowie zwischen Rhodos und Kastellorizo erstrecken. Gerapetritis stellte klar, dass man selbstverständlich eine „friedliche Lösung“ im Auge habe. Er fügte hinzu: „Dennoch sind wir auf jedes Szenario bestens vorbereitet.“ So verwies er auf Investitionen Griechenlands in seine Verteidigungskraft. Dazu zählen die Beschaffung von Kampfjets des französischen Typs Rafale, die Modernisierung bereits vorhandener F-16-Kampfflugzeuge aus den USA und auf drei neue Fregatten des Typs Belharra, die wiederum aus französischer Produktion stammen.
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Außerdem habe Griechenland seine bilateralen Beziehungen zu Drittländern ausgebaut. Dazu zählen die USA, Frankreich, Israel, Ägypten und Indien. Darüber hinaus erklärte der Außenminister, dass informelle Gespräche für eine mögliche Lösung der Zypernfrage wieder aufgenommen wurden. Im Interview erinnerte Gerapetritis nicht zuletzt daran, dass Griechenland an den EU-Operationen EUNAVFOR ASPIDES im Roten Meer und EUNAVFOR Irini im Mittelmeer beteiligt ist.
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Der Spitzenpolitiker aus Athen setzte sich nicht zuletzt für einen Dialog ein. Nur auf diesem Weg könnten Probleme gelöst werden. Vor diesem Hintergrund warf die größte Oppositionspartei des Landes, die sozialistische PASOK, der konservativen Regierung der Nea Dimokratia vor, ihr Handeln nach den Vorgaben der Türkei zu richten. (Griechenland Zeitung / eh)