Am Montag dieser Woche fand in Athen eine Tagung des Ministerrates unter Vorsitz von Premierminister Kyriakos Mitsotakis statt. Im Vordergrund standen die Teuerung, die tödlichen Waldbrände der vergangenen Wochen und die Errichtung neuer Schulgebäude.
Nach einer kurzen Sommerpause hat der Ministerrat am Montag (24.8.) zum ersten Mal getagt. Besprochen wurden vor allem Preissenkungen in Supermärkten. Diese sollen ab dem 31. August in Kraft treten und mindestens für zwei bis vier Monate andauern. Betroffen sind vor allem Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Eier, Milchprodukte und Fleisch, aber auch sonstige Produkte des täglichen Bedarfs. Auch die Preise bei den Schulutensilien sollen noch vor Schulanfang im September gesenkt werden. Als größtes Problem, das die griechische Gesellschaft beschäftigt, beschrieb Premierminister Kyriakos Mitsotakis die Inflation. Außerdem erklärte er, dass Athen langsam aber sicher seine Schulden abbaue, die sich seit der 2010 offiziell ausgebrochenen Finanz- und Wirtschaftskrise angehäuft hatten. Dies bezeichnete er als eine „nationale Befreiung“. Dabei verwies er darauf, dass sich Griechenland inzwischen zu günstigeren Konditionen finanzieren könne als Länder wie Frankreich und Italien.
Außerdem sprach er die bevorstehende Internationale Messe Thessaloniki (Deth) an, die jährlich Anfang September durchgeführt wird. Dort positionieren Spitzenpolitiker traditionell auch ihre politischen Schwerpunkte für das kommende Jahr.
Premierminister Kyriakos Mitsotakis bedauerte, dass Griechenland mehrere Todesopfer betrauert, die die Waldbrände der letzten Wochen forderten. Er sprach von einem schwierigen Sommer, der von hohen Temperaturen und starken Winden geprägt war.
Auch interessant: Tausende Waldbrände in Griechenland in diesem Sommer
In diesem Zusammenhang kündigte er an, dass Griechenland im Jahr 2028 neue Löschflugzeuge des Typs Canadair CL-515 erhalten wird.
Mehr zum Thema: Löschflugzeuge für den Waldbrandschutz – Modernisierung und neue Neuanschaffungen
Während des Ministerrates wurde außerdem bekannt, dass in diesem Sommer 238 Schulen renoviert wurden. Zudem wurden neue Schulen u. a. in Thessaloniki, Katerini, Rhodos und Chania auf Kreta errichtet. Was die Beziehungen zur Türkei angeht, so erinnerte der Regierungschef daran, dass man versuche, ein gutes Klima zu wahren. Das einzige bilaterale Problem sei die Festlegung des Festlandsockels und der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ).
Vielleicht interessiert Sie auch dieses aktuelle Thema: Griechenland weist Pläne für türkische Meeresparks als illegal zurück
(Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)