Ein von italienischen Behörden gestoppter Transport von Panzerabwehrlenkwaffen des Typs Akeron, die von Griechenland kommend in Italien eintrafen, sorgt für Aufmerksamkeit in der griechischen Öffentlichkeit.
Der Transport über das Meer erfolgte mit dem Fährschiff Superfast II von der griechischen Hafenstadt Patras nach Bari in Italien. Dort wurden die insgesamt vier Raketen und weiteres militärisches Material während einer Routinekontrolle entdeckt; der 46-jährige Lkw-Fahrer mit französischer Staatsbürgerschaft kam in Untersuchungshaft. Italienische Militärexperten inspizierten die Fracht und kamen zum Ergebnis, dass es sich bei den Lenkraketen – darunter auch eine Rakete für Ausbildungszwecke – um Kriegswaffen handelt, die u. a. nicht ausreichend gekennzeichnet waren.
Die griechische Tageszeitung Kathimerini berichtet, dass es sich wahrscheinlich nur um ein Problem bürokratischer Natur handle. Die Panzerabwehrlenkwaffen seien von Zypern gekauft worden. Die griechischen Unternehmen, die in den Fall verwickeln sind, seien tatsächlich real existent, so Kathimerini. Demnach bestehe nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass es sich um illegalen Waffenhandel handeln könnte. Die italienischen Behörden werfen dem Lkw-Fahrer u. a. illegalen Import von Kriegsmaterial vor.
Der Fall hatte sich italienischen Medienberichten zufolge bereits am 9. Juni ereignet, bekannt wurde er allerdings erst jetzt. (Griechenland Zeitung / eh)