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Griechenlands Linke reagieren auf Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

In Griechenland wurde der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt zum Teil zurückhaltendend und zum Teil schockiert aufgenommen. Die Regierung und die größte Oppositionspartei kommentierten das Wahlergebnis nicht. Die linke Opposition sieht jedoch dahinter „soziale Unsicherheit“ und ein „Warnsignal für ganz Europa“.

Die linke Opposition in Griechenland reagierte auf den Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als erste. So etwa fasste das Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) – offiziell Griechenlands drittstärke Parlamentskraft – zusammen: „Die extreme Rechte gewinnt an Zulauf, weil sie von sozialer Unsicherheit, wachsenden Ungleichheiten, dem Abbau des Sozialstaats und der Entwertung von Arbeit profitiert. Der Kampf gegen sie muss deshalb mit dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit und für einen politischen Kurswechsel in Europa verbunden werden“.

„Folgen des Zusammenbruchs des Sozialismus“
Die ebenfalls im Parlament vertretene kommunistische Partei KKE meldete sich ebenfalls zu Wort. Sie vertrat die Ansicht, dass vor allem jene Bürger, die in den Bundesländern der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik leben, „die dramatischen Folgen des Zusammenbruchs des Sozialismus vor 35 Jahren zu spüren bekommen haben.“ Deshalb könnten nun „rechtspopulistische Kräfte wie die AfD einen regelrechten ‚Nostalgiehandel‘ durchführen, um Teile der Arbeiter und der breiten Bevölkerung für sich zu gewinnen, politisch zu vereinnahmen und in reaktionäre Projekte einzubinden.“
Die kürzlich gegründete Partei ELAS des ehemaligen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras (SYRIZA) sprach von einer „deutlichen Wahlniederlage der etablierten Parteien“. „Der fulminante Wahlsieg der rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt ist eine äußerst besorgniserregende Entwicklung für Deutschland und zugleich ein unüberhörbares Warnsignal für ganz Europa“, so der Linkspolitiker.
Die konservative Regierungspartei Nea Dimokratia und die größte Oppositionspartei PASOK haben sich zum Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt noch nicht geäußert. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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