Ratingagenturen haben Griechenland am Wochenende ein starkes Zeugnis ausgestellt: Scope hob die Kreditwürdigkeit des Landes auf BBB+ herauf, Moody’s bestätigte die Investment-Grade-Einstufung und ergänzte sie mit einem positivem Ausblick. Das einstige Krisenland tilgt Hilfskredite schneller als jedes andere EU-Land – allein 13 Milliarden Euro sollen noch in diesem Jahr vorzeitig zurückgezahlt werden.
Damit könnte die Schuldenquote noch vor Jahresende unter die Italiens sinken. Möglich wird das durch eine umsichtige Haushaltspolitik und das starke Wirtschaftswachstum. Es lag in Hellas in den vergangenen vier Jahren rund beim Doppelten des EU-Durchschnitts.
Premier Mitsotakis spricht von einer „Insel der Stabilität“, doch vor den Parlamentswahlen 2027 mehren sich die Umfragen, die eine Alleinregierung unwahrscheinlich machen. Analysten sehen dennoch kein großes Risiko für eine politische Kehrtwende. (Griechenland Zeitung)
Was die besseren Ratings für Griechenlands Finanzierungskosten bedeuten – und warum sich das Land nun günstiger refinanzieren kann als Italien und Frankreich – lesen Sie in einem ausführlichen Beitrag von Gerd Höhler in der aktuellen Ausgabe der Griechenland Zeitung (GZ 1038), die am 23. September erschien. Informationen und Bestellungen hier.
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