Donnerstag, 06. Dezember 2018 16:39

Kastellorizo – letzter Außenposten Europas

133 Kilometer von Rhodos entfernt liegt ganz dicht vorm türkischen Städtchen Kas die östlichste Insel eines nicht nur politisch, sondern auch geographisch zu Europa gehörenden Landes. „Here starts Europe“ verkündete einst ein – jetzt aus Rücksicht auf die Zyprer – abgebautes Schild direkt auf der winzigen Platia des einziges Inseldorfes.

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Während eines Bootsunglücks, das sich am Montag in der Ägäis ereignete, sind mindestens zwei Personen ertrunken; vermutlich handelt es sich dabei um Kinder, darunter ein siebenjähriges Mädchen. An Bord des sechs Meter langen Schlauchbootes sind insgesamt 34 Personen gewesen. Viele von ihnen konnten durch Hilfe der Rettungskräfte aber auch von Einwohnern gerettet werden, die Schreie gehört hatten und zu Hilfe geeilt sind.

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Am Montagmorgen ist ein kleines Βoot in der Ägäis zwischen der griechischen Insel Kos und der Stadt Bodrum an der türkischen Küste gekentert.

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Der Flüchtlingsstrom von der türkischen Küste aus Richtung Griechenland hat innerhalb einer Woche wieder zugenommen. Der griechischen Koordinationsstelle für Flüchtlinge zufolge halten sich derzeit knapp 60.000 Immigranten und Flüchtlinge in Hellas auf. Zwischen Montag und Dienstag sind 462 Menschen illegal auf den Inseln der Ostägäis (Lesbos, Chios, Samos, Leros, Kos und Rhodos) angekommen. Noch vor wenigen Tagen, sind es etwa ebenso viele Flüchtlinge und Immigranten auf wöchentlicher Basis gewesen. Die meisten von ihnen halten sich in Flüchtlingslagern auf den Ägäis-Inseln, in Attika sowie in Zentral- und Nordgriechenland auf. In der Regel werden die Flüchtlinge einen Asylantrag stellen und auf eine Umsiedlung in Länder im Norden oder Westen Europas warten.

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Die deutsche Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen hat am Dienstag in Athen einen offiziellen Kurzbesuch absolviert. Auf der Tagesordnung stand u. a. ein Treffen mit ihrem griechischen Amtskollegen Panos Kammenos. Die beiden Politiker haben vor allem über den NATO-Einsatz in der östlichen Ägäis gesprochen. Sieben Schiffe von Mitgliedern der Allianz überwachen seit Anfang März den Flüchtlingsstrom von der türkischen Küste in Richtung Griechenland. Darunter ist auch der deutsche Versorger „Bonn“. Die NATO hat allerdings nicht das Recht, unmittelbar aktiv zu werden. Sie leitet lediglich Informationen an die griechische und die türkische Küstenwache weiter. Außerdem dürfen die Boote der griechischen Behörden nicht in türkische Hoheitsgewässer eindringen, was umgekehrt auch für türkische Wasserfahrzeuge und griechische Gewässer gilt.

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