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Newsletter der Griechenland Zeitung, Ausgabe 1019 vom 6. Mai 2026

Newsletter der Griechenland Zeitung, Ausgabe 1019 vom 6. Mai 2026

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Newsletter der Griechenland Zeitung

Ausgabe 1019 vom 6. Mai 2026

   
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Titel

Berlin und Athen auf Schulterschluss
Beim Besuch von Johann Wadephul in Athen wurde die deutsch-griechische Zusammenarbeit zu einer strategischen Partnerschaft ausgebaut, wobei Themen wie Nahostpolitik, Sicherheit und Verteidigung im Mittelpunkt standen. Trotz sensibler Fragen – etwa zur Rüstungspolitik und historischen Spannungen – blieb die insgesamt positive Entwicklung der Beziehungen zwischen Griechenland und Deutschland ungetrübt.

Politik

Mehr als Freundschaft
Am Montag dieser Woche (4.5.) stattete der deutsche Außenminister Wadephul seinem griechischen Amtskollegen Gerapetritis in Athen einen Besuch ab. Kurzfristig wurde auch ein Besuch auf einer griechischen Werft ins Programm genommen: Berlin möchte sich um größere Rüstungsaufträge bewerben.

Panorama

So schützt Griechenland seine schönsten Strände
Der Traum vom einsamen Strand – in den Mittelmeerländern erfüllt er sich immer seltener. An den touristischen Hotspots sind viele Küstenabschnitte mit Liegen und Sonnenschirmen regelrecht zugepflastert. Griechenland zieht nun die Reißleine: Besonders schöne und ökologisch gefährdete Strände werden unter Naturschutz gestellt. Die kommerzielle Nutzung wird dort stark eingeschränkt – Urlauber müssen umdenken.

Kultur

Restaurierungsmaßnahmen im Bereich der alten Medrese in Athen
Im historischen Zentrum Athens werden Restaurierungsarbeiten im Bereich der alten osmanischen Medrese durchgeführt. Die Überreste der einstigen Schule finden sich in direkter Nachbarschaft zum bekannten „Turm der Winde“, wo aufmerksame Reisende an der Odos Pelopida gegenüber der Römischen Agora noch heute auf das einstige Portal der Anlage stoßen.


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Reportage

Die letzten Mohikaner
Unser Autor Richard Fraunberger begleitet Viehzüchter zum Auftrieb ihrer Herde in die Berge im Nordwesten Griechenlands. Es handelt sich um Mitglieder der Volksgruppe der Wlachen, die sich untereinander noch in ihrer eigenen Sprache, auf Wlachika, unterhalten. Die mehrtägige Wanderung auf die Sommerweide ist ein entbehrungsreiches Abenteuer, und es gibt nur noch wenige Viehzüchter, die diese Anstrengungen auf sich nehmen.

Sprachrohr

Mit dem Asansér in den dritten Stock
Ein alltäglicher Aufzug wird hier zum sprachlichen Grenzraum zwischen Kulturen: Vom griechischen Hochparterre über deutsche und englische Stockwerkslogiken bis hin zu den verschiedenen Bezeichnungen für den Lift entfaltet sich ein kleines Panorama europäischer Sprach- und Baugeschichte.

Unter Uns

Respekt gegenüber der Vergangenheit, Vertrauen in die Zukunft
Der Verein der Eltern und Erziehungsberechtigten des Griechischen Gymnasio Nürnberg feierte im März in Zusammenarbeit mit dem Verein der griechischen Lehrenden das 60-jährige Bestehen der griechischen Schulen in Nürnberg. Zahlreiche Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, ebenso wie Schülerinnen und Schüler von heute und aus vergangenen Zeiten kamen zu der Festveranstaltung.

Thema

Zum Geburts- und Todestag von Konstantinos Kavafis am 29. April (Teil II von VI)
Anhand des Gedichtes „Ödipus“ analysiert unser Autor Gerhard Oberlin in diesem Beitrag, dass Schicksalsschläge, wie etwa der Tod, zu jenen „Rätseln gehören, die keine Antwort finden und die einen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die eine abgewendete Gefahr noch lange nicht die letzte ist.

Feuilleton

Das Treiben am Generalstreikstag: Zufallsprinzip? Glückslotterie!
Am 1. Mai 2026 legte ein Generalstreik in Athen den öffentlichen Verkehr weitgehend lahm und prägte den Tag als Mischung aus Stillstand, Improvisation und geduldiger Bewegung im Ungewissen. Zwischen eingeschränkter Mobilität, der zentralen Protestkundgebung am Syntagma-Platz und einem stillen Gedenken am Grab von Alekos Panagoulis entstand ein vielschichtiges Bild eines Arbeitskampftages, der von politischer Symbolik und alltäglicher Ausdauer geprägt ist.

 

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Unser Griechenland-Zitat für diese Woche:

Ein Parasit

„Einst sei ein Parasit zum Essen eingeladen von einem Freund, der ihm

die Zeit beschied: er solle, wenn er den Schatten von der Sonnenuhr bemesse

um zwanzig Fuß, erscheinen. Der aber maß am Morgen sogleich nach

Sonnenaufgang, als der Schatten noch um zwei Fuß länger war, und kam.

Er habe sich etwas verspätet, sagte er, und blieb von Tagesanbruch an.“

«Ὅν φασί ποτε κληθέντ᾽ ἐπὶ δεῖπνον πρός τινοςεἴποντος αὐτῷ τοῦ φίλου,

ὁπήνικ᾽ ἂν εἴκοσι ποδῶν μετροῦντι τὸ στοιχεῖον ᾖ, ἥκειν, ἕωθεν αὐτὸν

εὐθὺς ἡλίου μετρεῖν ἀνέχοντος, μακροτέρας δ᾽ οὔσης ἔτι πλεῖν ἢ δυοῖν

ποδοῖν παρεῖναι τῆς σκιᾶς, μικρὸν ὀψιαίτερον ἥκειν παρόντ῾ ἅμ᾽ ἡμέρᾳ.»

Eubulos, Komödiendichter, 4. Jahrhundert v. Chr., Frg.117 K.-A. (der Schluss ist korrupt überliefert)

Einen kommentierenden Text zum Zitat finden Sie in der aktuellen Griechenland Zeitung!


 
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