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Newsletter der Griechenland Zeitung, Ausgabe 1024 vom 10. Juni 2026

Newsletter der Griechenland Zeitung, Ausgabe 1024 vom 10. Juni 2026

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Newsletter der Griechenland Zeitung

Ausgabe 1024 vom 10. Juni 2026

   
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Titel

Kabinett mit neuen Gesichtern
Premier Kyriakos Mitsotakis hat eine kleine Kabinettsumbildung angekündigt, mit neuen Ministern und Staatssekretären sowie einem neuen ND-Fraktionssprecher, um vor möglichen baldigen Wahlen Geschlossenheit und Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Die Opposition (PASOK) hält die Umbildung jedoch für bloße Imagepflege und verweist auf weiterhin laufende Affären wie den OPEKEPE-Subventionsskandal und Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft gegen Griechenland.

Politik

„Überwindung chronischer Probleme“
Die Regierungspartei Nea Dimokratia (ND) hat eine Verfassungsreform auf die Tagesordnung gerückt. Einen entsprechenden Vorschlag brachte sie in der vorigen Woche im Parlament ein.

Wirtschaft

Nach EU- und IWF-Beschluss: Griechenland wieder im „Normalmodus“
Die Europäische Kommission hat Griechenland von der Liste der Länder mit makroökonomischen Ungleichgewichten gestrichen, was die Regierung als endgültiges Ende der Nachwirkungen der Schuldenkrise und als Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität wertet. Laut Premierminister Kyriakos Mitsotakis ist dies das Ergebnis jahrelanger Reformen und soll die Grundlage für weiteres Wachstum, höhere Einkommen und mehr Wohlstand schaffen.

Panorama

Femizid in Kalamata erschüttert Griechenland
Ein Mord in der peloponnesischen Kleinstadt Kalamata machte erneut deutlich: Femizide haben u. a. tiefe Ursachen in einem antiquierten Bild der Geschlechterrollen. Psychologen sprechen von einem fest verankerten „Unterbau“ in Griechenland, der Gewalttaten gegenüber Frauen Vorschub leiste.


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Kultur

Der Despoten-Palast von Mistra auf der Peloponnes
Ιn der mittelalterlichen Stadt Mistra bei Sparta auf der Peloponnes wurde im Mai nach 42-jähriger Schließung und langjährigen Restaurierungsarbeiten der dortige Despoten-Palast wieder der Öffentlichkeit übergeben.

Tourismus

Die vergessene Insel des Hephaistos
Griechische Inseln sind zu einem geflügelten Wort geworden. Urlauber auf der ganzen Welt lieben die blauweiße Postkartenidylle der Kykladen, aber auch die kleinen Paradiese im Ionischen Meer. Doch es gibt sie noch, die abseits der bekannten Routen liegenden, unscheinbaren Eilande, die durch ungeschminkte Schönheit eine andere Seite der griechischen Inselwelt vermitteln. Ein Beispiel dafür ist Limnos.

Porträt

Rosemarie freut sich über jeden Gast
Rosemarie und Grigorios lernten sich vor mehreren Jahrzehnten in Deutschland kennen – natürlich in einer griechischen Taverne in Braunschweig. Eine Ferienvilla steht noch heute als Beweis ihrer Liebe in Moires auf Kreta.

Unter Uns

Public Viewing zur Fußball-WM bei Philadelphia
In Maroussi wird am 14. Juni ein Public Viewing des WM-Spiels Deutschland gegen Curaçao im Vereinshaus von Philadelphia veranstaltet. Organisiert wird die Veranstaltung gemeinsam mit der Deutsche Botschaft in Athen, dem Goethe-Institut und der Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer.

Sprachrohr

Vom altgriechischen psittakós zum Halsbandpapagei
Der Autor beschreibt die Ausbreitung des Halsbandsittichs in Europa und Griechenland und geht auf die Herkunft der verschiedenen Wörter für „Papagei“ ein. Dabei zeigt er, wie Begriffe wie das altgriechische „psittakós“, das lateinische „psittacus“ und das deutsche „Sittich“ sprachlich miteinander verwandt sind.

Bücher

„Die schlimmen Zeiten sind nicht vorbei“
Wie gestaltete sich das jüdische Leben in Griechenland nach der Shoah? Welche Erfahrungen machten Überlebende nach ihrer Rückkehr – sei es aus den Lagern, dem Versteck oder dem Exil? In einer Gesellschaft, die selbst tief erschüttert, politisch zerrissen und materiell erschöpft war. Wie wurde in Griechenland die schreckliche Vergangenheit verarbeitet? Diesen Fragen geht die griechisch-deutsche Historikerin Anna Maria Droumpouki in ihrer neuen Studie nach.

Feuilleton

Wilde Lilien am Ionischen Meer
In Griechenland wachsen verschiedene wild vorkommende Schwertlilienarten, darunter die Florentiner, die Deutsche und die Kretische Schwertlilie, die sich in Blütezeit, Farbe und Standort unterscheiden. Der Name „Iris“ geht auf die griechische Göttin Iris zurück, die als Götterbotin und Symbol des Regenbogens gilt und für Verbindung und Botschaften steht.

 

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Unser Griechenland-Zitat für diese Woche:

Warum Ödipus seine Eltern nicht kennt

„Mein Vater war der Herrscher Polybos von Korinth,
die Mutter Merope aus dem Dorischen.
Ich wurde dort geachtet als der größte Mann
unter den Bürgern, bis ein Zufall mich betraf.
Ein Mann beim Mahl, schon übervoll vom Trunk,
ruft laut mir zu, dem Vater sei ich untergeschoben.“

«᾽Εμοὶ πατὴρ μὲν Πόλυβος ἦν Κορίνθιος,
μήτηρ δὲ Μερόπη Δωρίς. ἠγόμην δ᾽ ἀνὴρ
ἀστῶν μέγιστος τῶν ἐκεῖ, πρίν μοι τύχη
τοιάδ᾽ ἐπέστη ...
ἀνὴρ γὰρ ἐν δείπνοις μ᾽ ὑπερπλησθεὶς μέθης
καλεῖ παρ᾽ οἴνῳ πλαστὸς ὡς εἴην πατρί.»

Sophokles, König Ödipus (Οἰδίπους Τύραννος) 774 ff.

Einen kommentierenden Text zum Zitat finden Sie in der aktuellen Griechenland Zeitung!


 
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