Ausgabe 1033 vom 12. August 2026(Weil angesichts der Feiertage im August kooperierende Unternehmen den Betrieb vorübergehend einstellen (Druckerei und Verpackungsfirma), wurde die Ausgabe 1033 bereits am 7. August gedruckt. Wir bitten um Ihr Verständnis)
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Titel
Was kann man tun? Die schweren Waldbrände Ende Juli und Anfang August haben in Griechenland verheerende Schäden angerichtet, hunderte Quadratkilometer Land zerstört und fünf Einsatzkräften das Leben gekostet. Angesichts zunehmender Trockenheit und starker Winde wird neben besserer technischer Ausstattung vor allem eine widerstandsfähigere Aufforstung mit einheimischen Baumarten wie der Walloneneiche empfohlen, die schwer entflammbar ist und sich nach Bränden selbst regenerieren kann.
Politik
Regierung kündigt Hilfsmaßnahmen an Nach verheerenden Waldbränden, die Ende Juli/ Anfang August am östlichsten Zipfel des Golfes von Korinth tobten, will die Regierung nun die lokale Gemeinde unterstützen. U. a. sollen Hochwasserschutzmaßnahmen entstehen und der Tourismus gestärkt werden.
Wirtschaft
Das Comeback Griechenlands beflügelt die Börse Das wirtschaftliche Comeback des einstigen Krisenstaats Griechenland treibt die Börse in Athen an. Trotz kräftiger Kursgewinne in den vergangenen Monaten gelten viele griechische Blue Chips im internationalen Vergleich noch immer als günstig bewertet. Analysten sehen deshalb weiteres Aufwärtspotenzial – und Chancen auch für Privatanleger.
Hintergrund
Tilos setzt auf Nachhaltigkeit In vielen Urlaubsorten gehören große Müllmengen zum Bild der Umgebung. Auf die kleine Insel Tilos trifft das jedoch nicht zu. Dort wird Abfall nahezu vollständig vermieden oder wiederverwertet. Das Eiland auf dem Dodekanes gilt heute als Vorreiter für Nachhaltigkeit in Griechenland.
Soziale Medien, KI und Verschwörungstheorien Soziale Medien sind inzwischen die wichtigste Nachrichtenquelle in Griechenland. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des griechischen Thinktanks diaNEOsis auf Grundlage des Digital News Report 2026.
Kultur
Athener Agora: Tempel aus römischer Zeit wurde wieder sichtbar Am Rand der Athener Agora wurde der sogenannte „Südost-Tempel“ teilweise rekonstruiert und für Besucher besser zugänglich gemacht, nachdem seine Überreste zuvor kaum erkennbar waren. Der im 2. Jahrhundert n. Chr. errichtete Tempel ist besonders interessant, weil für seinen Bau Säulen des älteren Athena-Tempels von Sounion wiederverwendet wurden und er direkt an der bedeutenden Panathenäen-Straße lag.
Tourismus
Die Kraft des Glaubens: „Es war ein Wunder“ Jeden August strömen Zehntausende nach Tinos, um das Fest Mariä Entschlafung zu feiern: Kranke, Kinderlose, Verzweifelte, Menschen, die auf ein Wunder hoffen. Richard Fraunberger berichtet darüber.
Sprachrohr
Ischias der „Hüftschmerz“ Das griechische ischío für „Hüfte“ steckt im deutschen Wort „Ischias“ und erklärt zugleich die besondere Aussprache des griechischen s-ch-Lauts, der im Deutschen meist als „sch“ wiedergegeben wird. Außerdem zeigt die sprachliche Entwicklung, wie aus ischialgía für Hüftschmerz der alltägliche Begriff „Ischias“ wurde und warum Griechen bei Beschwerden eher sagen „Meine Mitte tut weh“.
Thema
Als das Meer zu kochen schien Das „Große Beben“ auf den südlichen Ionischen Inseln jährt sich heuer zum 73. Mal. Am 12. August 1953 bebte genau um 11.24 Uhr in Kefalonia die Erde mit einer Magnitude von 7,3 auf der Richterskala. Eine der zerstörerischsten seismischen Katastrophen Griechenlands in historischer Zeit nahm ihren Lauf. Und nicht nur dort: auf Zakynthos, Ithaka – überall auf den drei Hauptinseln: Chaos, Zerstörung, Trümmer, Brände, Tote …
Feuilleton
Παν μέτρον άριστον – Wer hat das gesagt? Das griechische Sprichwort „Pan metron ariston“ („Alles mit Maß“) geht auf Kleobulos von Lindos, einen der Sieben Weisen des antiken Griechenlands, zurück und mahnt dazu, Extreme zu vermeiden und Mäßigung zu wahren. Seine zahlreichen Lebensweisheiten reichen von Selbstvertrauen und Gewaltlosigkeit bis zur Gleichberechtigung von Mann und Frau – wobei am Ende augenzwinkernd gilt: „Alles mit Maß, auch die Mäßigung!“
Unser Griechenland-Zitat für diese Woche:
Hymnus eines Philosophen
„Erhabenster der Unsterblichen, vielnamiger, ewig allmächtiger Zeus, du Herr der Natur, der du alles nach dem Gesetz lenkst, sei gegrüßt! Dich anzurufen ist Pflicht aller Sterblichen, denn aus dir sind wir entstanden, dein Abbild haben wir erlost als einzige von allem, was da lebt und über die Erde kriecht. Deshalb will ich dich preisen und deine Macht immer besingen.“