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Verhandlungen über Griechenlands Sparpaket noch nicht abgeschlossen

erschienen am 21.09.2012 um 13:59 Uhr


Für 24 Stunden legen am heutigen Freitag die Finanzbeamten ihre Arbeit nieder. Damit protestieren sie gegen weitere Gehalts- und Rentenkürzungen, gegen die Maßnahme der so genannten Arbeitsreserve und gegen weitere Sparmaßnahmen, die die griechische Regierung ergreifen will, um den Forderungen der Troika gerecht zu werden. Die Inspektoren dieser Troika aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds verhandeln noch immer mit der Koalitionsregierung in Athen über Einsparungen in Höhe von 2 Mrd. Euro. In griechischen Medien wurde berichtet, dass diese Gelder durch eine weitere Beschneidungen von Renten und Gehältern erwirtschaftet werden sollen. 1 Mrd. Euro soll durch die Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre gewonnen werden. Den angeregten Entlassungen im öffentlichen Bereich verweigert sich die griechische Seite bisher. Fotis Kouvelis, Vorsitzender der Demokratischen Linken, der gemeinsam mit der sozialistischen PASOK die Regierung unter Antonis Samaras (Nea Dimokratia) unterstützt, stellte gegenüber Journalisten fest, dass die griechische Gesellschaft „ihre Grenzen" erreicht habe, die nicht überschritten werden könnten. Finanzminister Jannis Stournaras (siehe Foto), der sich ebenfalls an den Beratungen beteiligt hat, stellte fest, dass man das Beste tue, um „die Kosten, die die Gesellschaft und vor allem die unteren gesellschaftlichen Schichten tragen" zu minimieren.
Allerdings steht Griechenland unter Zeitdruck, um sich auf dieses Maßnahmenpaket in einer Gesamthöhe von mehr als 11,5 Mrd. Euro festzulegen. Dieses ist die Voraussetzung, dass die internationalen Geldgeber eine weitere Kreditrate in Höhe von mehr als 30 Mrd. Euro genehmigen. Nur mit diesem Geld könnte Athen wieder aufatmen und die Gefahr eines nahenden Bankrotts wäre damit vorerst gebannt. (Griechenland Zeitung / eh, Foto: Eurokinissi)




© Griechenland Zeitung

 

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