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Griechenland: Polizei stößt auf umfangreiches Waffenarsenal in der Nähe von Athen

erschienen am 28.09.2009 um 13:50 Uhr


Griechenland / Athen. Am Sonntagnachmittag wurde in Strandnähe bei Vouliagmeni einem südöstlichen Vorort von Athen, ein geheimes Waffenlager zwischen den Felsen im Meer entdeckt. Sicher wurden von den Tauchern sechs Handgranaten, fünf Granaten, ein Granatwerfer, Zünder, 46 Patronen und weiteres Kriegsmaterial. Eine der Handgranaten musste an Ort und Stelle entschärft werden. Ermittelt werden konnte dieses „Waffen-Depot“ auf Grund einer anonymen Anzeige. Der Anrufer sprach von einem Mann, der eine Kiste im Wasser versenkte. Vor Ort waren Einsatzkräfte der Küstenwache und Antiterrorspezialisten der Polizei. Es konnte noch nicht geklärt werden, ob ein Zusammenhang zwischen diesem Waffenlager und dem in der vorigen Woche entdeckten Terroristenunterschlupf der Organisation „Bande der Feuerherde“ im Athener Vorort Halandri besteht. Dort konnten inzwischen die Fingerabdrücke von mindestens zehn weiteren Personen sichergestellt werden. Bereits in der vorigen Woche waren vier Personen verhaftet und der Athener Staatsanwaltschaft vorgeführt worden (siehe Foto). Bei einem der Verdächtigen soll es sich um einen 25-Jährigen handeln, der bereits in der Vergangenheit als mutmaßliches Mitglied der Terrorgruppe „Sekte der Revolutionäre“ unter Polizeiverdacht stand. Die PASOK-Kandidaten für die bevorstehenden Parlamentswahlen, Louka Katseli, erklärte auf ihrem Internetportal, dass es sich lediglich um einen „Medientrick“ der regierenden Nea Dimokratia handle, „die 20-jährige Kinder in skrupellose Terroristen verwandeln möchte“. Gegen die Wohnung von Katseli war am Mittwoch voriger ein Anschlag verübt worden, hinter dem sich vermutlich die Gruppierung „Bande der Feuerherde“ verbirgt. Der Sprecher der Regierungspartei Nea Dimokratia Jorgos Koumoutsakos antwortete zu den Vorwürfen aus dem Lager der PASOK: „Darüber werden die griechischen Bürger urteilen“. Außerdem betonte er, dass der Vorsitzende der PASOK, Jorgos Papandreou, dazu „Stellung beziehen“ müsse. (Griechenland Zeitung / mw, eh; Foto: Eurokinissi, Archiv)




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