Stand: Sommer 2026
Eines der jüngsten „Kinder“ des Öffentlichen Nahverkehrs on Athen und Piräus ist die Straßenbahn oder „Tram", wie sie die Griechen nennen. Sie nahm wenige Wochen vor den Olympischen Sommerspielen on Athen im Juli 2004 den Betrieb auf. Im Sommer nutzen viele Einheimische die Tram, um die nahegelegenen Strände, Strandcafès oder Clubs im Süden des Zentrums zu besuchen.
Geschichte
Die erste Straßenbahn in Athen geht auf das Jahr 1882 zurück, damals wurden die Waggons noch mit Pferden gezogen. Der tatsächliche Bau eines Netzes begann in den Jahren 1907 und 1908. In den folgenden 52 Jahren sollte die Tram insgesamt drei Milliarden Passagiere befördern.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam jedoch der Verfall. Im Zuge einer falsch verstandenen Modernisierung demontierte man die Straßenbahn, und im Jahre 1960 läutete zum letzten Mal die Glocke der Athener Tram. Nostalgisch wurde dieses Ende auch in Liedern besungen. Letzte Teilabschnitte in Perama bei Piräus stellten 1977 den Betrieb ein. 27 Jahre später erhielt die Hauptstadt erneut eine Straßenbahn.
Fahrten
Die Straßenbahn (Tram) fährt täglich von 5.30 Uhr morgens bis Mitternacht in einem Zeitabstand von ca. 10 bis 25 Minuten. Am Samstag fährt sie die ganze Nacht durch. Mit der Tram werden die Athener Innenstadt sowie die Küstenvororte Faliro, Voula sowie die Stadt Piräus verbunden. Die Fahrtdauer vom Syntagma-Platz bis zu den an der Küste liegenden Endstationen in Voula oder Piräus beträgt ungefähr eine Stunde.
Die Straßenbahnlinie T6 führt von Syntagma bis zur Station Pikrodafni an der Grenze zwischen den Gemeinden Alimos und Paleo Faliro. Die Linie T4 verbindet Voula (Station Asklipeio Voulas) mit Piräus (Station Akti Posidonos).
Die Tram hat Anschluss an die Metrolinien 2 und 3 sowie an die oberirdischen Linie 1.
Ticketpreise finden Sie hier.
(Griechenland Zeitung / ebo)