Griechenland Zeitung - Land und Leute / Regierungschefs / Robert Stadler

Robert Stadler

Griechenland verbarrikadiert seine Grenzen TT

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An die 15.000 Emigranten und Flüchtlinge stauen sich seit dem Wochenende am nordgriechischen Grenzfluss Evros auf der türkischen Seite. Ankara hatte zuvor bewusst das Gerücht ins Leben gesetzt, die Grenzen zu Europa geöffnet zu haben. Als Reaktion darauf tat Hellas genau das Gegenteil: Es riegelte seine Grenzen ab.

Angeschts dieser äußerst angespannnten Lage ist Athen mit einer „asymetrische Bedrohung“ konfrontiert. Das erklärte Regierungssprecher Stelios Petsas am Sonntag nach einer Krisensitzung des Regierungsrates für Außenpolitik und Verteidigung (KYSEA). Die Land- und Seegrenzen würden aus diesem Grund mit sofortiger Wirkung verstärkt. Dies erfolge sowohl durch einen erhöhten Einsatz von Militär, Polizei und Hafenpolizei als auch durch intensivierte Kooperation mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex. Unter Berufung auf den Artikel 78 Paragraph 3 will die Regierung auch Brüssel stärker involvieren. Die EU sieht die Ergreifung von Maßnahmen vor, wenn ein Mitgliedsland durch Angehörige von Drittstaaten in eine Notstandslage gerät. Nach der KYSEA-Sitzung gab die Regierung auch ihren Beschluss bekannt, dass die Bearbeitung von neuen Asylanträgen für einen Monat ausgesetzt werde.

Als Drahtzieher hinter den chaotischenZuständen an den Grenzen nennt Athen unumwunden den östlichen Nachbarn: Anstatt das Schlepperwesen zu unterbinden, sei die Türkei selbst zu einem Schlepper geworden, so Petsas. In den letzten Tagen sei Griechenland im Osten des Staatsgebiets starkem Druck ausgesetzt – durch eine plötzliche, massenhafte, organisierte und koordinierte Mobilisierung von Bevölkerungsgruppen an seinen See- und Landgrenzen. Diese Bewegungen würden von der Türkei gefördert und unterstützt, so Petsas. Er spielte dabei u. a. darauf an, dass Migranten kostenlos von türkischen Städten an die griechische Grenze gekarrt werden, etwa aus Istanbul, wie TV-Berichte griechischer Medien zeigten.

Die enttäuschten Hoffungen der Flüchtlinge, schnell nach Europa zu gelangen, führten auch zu Scharmützeln zwischen Asylsuchenden und der griechischen Polizei. Von den Sicherheitsbehörden wurden am Wochenende an die 100 Personen wegen illegalen Grenzübertritts aufgegriffen; nur eine Handvoll stammte aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Mit Megaphonen und sogar per SMS warnen die griechischen Behörden die Flüchtlinge auf der anderen Seite des Evros davor, den Versuch zu unternehmen, illegal griechisches Staatsgebiet zu betreten.Sie würden zurückgedrängt werden, lautet die Botschaft. Medienberichten zufolge wollten am Wochenende an der Landgrenze im Norden etwa 10.000 Migranten auf griechisches Territorium vordringen. Auf den ostägäischen Inseln Griechenlands strandeten im selben Zeitraum etwa 1.000 Menschen, die von der türkischen Küste aus aufgebrochen waren.
In der Nacht von Sonntag auf Montag (2.3.) scheint sich die Situation am Evros zumindest vorübergehend beruhigt zu haben. Der Bürgermeister der Stadt Orestiada berichtete im privaten TV-Sender „Open“, dass es Anzeichen gebe, dass ein Teil der Flüchtlinge und Emigranten sich von der Grenze zurückgezogen habe.

Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis kündigte unterdessen an, dass er am Dienstag (3.3.) gemeinsam mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, die griechisch-türkische Nordgrenze besuchen werde. „Die Grenzen Griechenlands sind auch die Außengrenzen Europas. Wir werden sie schützen“, betonte Mitsotakis. (Griechenland Zeitung / rs).

Unser Foto von Eurokinissi zeigt Regierungssprecher Stelios Petsas nach KYSEA-Sitzung am Sonntag.

Intermezzo mit Niederschlägen

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Der heutige Freitag (13.2.) bringt Abwechslung: Wolken werden zuerst im Westen und auf dem Dodekanes aufziehen und sich dann schrittweise auf das restliche Landesgebiet ausbreiten. Sie bringen Niederschläge mit sich, zum Teil heftige Gewitter und Schnee in den Bergen. Die Winde wehen anfangs aus Süd (bis zu einer Stärke von 7) und drehen langsam auf nördliche Richtungen. Dem Griechischen Wetterdienst EMY zufolge beginnt auch das Wochenende durchwachsen. Regen soll bis in die Nachmittagsstunden im Osten des Festlandes und auf den Ägäisinseln dominieren. Am Sonntag steht dann eine deutliche Besserung auf dem Programm. Mit Niederschlägen muss man aber weiterhin auf Kreta rechnen. Die Temperaturen bleiben konstant: Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 10 und 15° C, am wärmsten ist es mit 18° C auf den Ionischen Inseln.

Attika (Athen/Piräus): Zunehmende Bewölkung, am Nachmittag Regenfälle und lokale Gewitter. Temperaturen bis 16° C.

Nordgriechenland (Thessaloniki): Bewölkt, ab Nachmittag Regenfälle und am Abend lokale Gewitter. Temperaturen: 7 bis 12° C.

Mittelgriechenland: Bewölkt, insbesondere im Westen. Dort setzen bald Niederschläge ein, im Gebirge fällt Schnee. Höchstwerte: bis 15° C; im Norden ist es drei bis fünf Grad kühler.

Peloponnes: Bewölkt; ab Mittag Regenfälle und lokale Gewitter vom Westen her; die Niederschläge setzen sich auch in der Nacht zum Samstag fort. Höchstwerte: 12 bis 17° C.

Ionische Inseln: Anfangs bewölkt, bald kommt es zu Niederschlägen und lokalen Gewittern. Die Temperaturen klettern auf 16° C, am Wochenende auf 18° C.

Ägäis: Bewölkung, die sich zunehmend verdichtet. Regenfälle sowie Gewitter – v. a. am Abend auf den Kykladen. Temperaturen: 9 bis 17° C.

(Griechenland Zeitung / ri)

Milder Januar mit Regen

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Heute (15.1.) begünstigt der Wettergott wieder die nördliche Hälfte des Landes, wo Bewohner und Besucher auch die Sonnen zu sehen bekommen. Im südlichen Teil von Hellas ist es fast durchgehend bewölkt, und auf den dortigen Inseln der Ägäis erwartet der Griechische Wetterdienst EMY Niederschläge und zum Teil heftige Gewitter auf Kreta in den Abendstunden. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 9° C (Florina) und 17° C (Südkreta, Rhodos). Die Winde kommen aus südöstlicher Richtung und erreichen in der Ägäis Stärken bis zu 8.

Attika (Athen/Piräus): Bewölkt, lokal sind kurze Regefälle möglich. Höchstwerte 15° C.

Nordgriechenland (Thessaloniki): Heiter bis bewölkt, Temperaturen: von 0° C in der Nacht bis 11° C zu Mittag. In Westmakdonien und Thrakien ist es in der Nacht zwei bis drei Grad kälter.

Mittelgriechenland: In den Morgenstunden Nebel. Auf dem südlichen Festland und auf den Sporaden bewölkt. Höchstwerte: 12° C bis 14° C; am wärmsten ist es an der Westküste (17° C).

Peloponnes: Eine dichte Wolkendecke legt sich über die Halbinsel. Es kann zu lokalen Niederschlägen kommen. Temperaturen 10° C bis 18° C (Region Kalamata).

Ionische Inseln: Wolken ziehen vor allem übe die südlichen Inseln Kefalonia und Lefkada. Untertags klettert das Thermometer auf 16° C, in der Nacht bewegt es sich um die 10° C.

Ägäis: EMY sagt sowohl für die Kykladen als auch für Kreta und den Dodekanes Wolken und Regen voraus. Am stärksten dürften sich die Phänomene im Süden Kretas bemerkbar machen, wo heftige Gewitter möglich sind. Das Thermometer erreicht untertags um die 15° C.

(Griechenland Zeitung / rs)

Unser Archivfoto von © Eurokinissi zeigt die Asklepios-Statue in im nordgriechischen Trikala.

Kommt Zeit, kommt Wetterbesserung …

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Am heutigen Mittwoch (8.1.) bietet sich ein positives Gesamtbild für Hellas. Das Sturmtief „Hephaistion“ ist nur mehr im Süden und Osten aktiv, wo es noch zu Niederschlägen kommen wird. Betroffen davon sind Euböa, der Osten Mittelgriechenlands sowie Kreta. Ansonsten ist es überwiegend heiter. Es bleibt jedoch sehr kühl, und die Nordwinde wehen nach wie vor mit Stärken von 7 bis 9, v. a. in der Ägäis. Der Schiffsverkehr vom Hafen Piräus zu den Kykladen ist nach wie vor eingeschränkt. Die Höchsttemperaturen bleiben meist unter 10° C, auf den Inseln der südlichen Ägäis ist es drei bis sechs Grad wärmer. Für morgen sagt der Griechische Wetterdienst EMY einen leichten Anstieg der Tageshöchstwerte voraus.

Attika (Athen/Piräus): Auf Wolken in den Morgenstunden und leichten Regen oder Schneeregen in den Bergen folgt Wetterbesserung. Gegen Abend lassen die Nordwinde etwas nach. Temperaturen: 4° C bis 6° C.

Nordgriechenland (Thessaloniki): Überwiegend heiter, Winde aus nördlichen Richtungen mit einer Stärke von bis zu 5 Beaufort. -5° C bis 9° C. Am kältesten ist es in Westmakedonien.

Mittelgriechenland: Niederschläge in Form von Regen und Schneeregen erwartet der EMY für den Osten der Region Sterea Ellada sowie Euböa. Besserung ab den Abendstunden. Temperaturen: 2° C bis 9° C; in Epirus -6° C bis 10° C.

Peloponnes: EMY rechnet mit freundlichem Wetter; Wolken nur im Osten der Halbinsel. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen 6° C (Landesinnere) und 12° C (Patras und Kalamata).

Ionische Inseln: Heiteres Wetter dominiert, kaum Wolken. 0° C bis 13° C.

Ägäis: Niederschläge erwartet EMY vor allem in den Höhenlagen Kretas; auf dem Dodekanes wird es bewölkt mit lokalen Regenfällen. Besserung und Abschwächung der Nordwinde gegen Abend; untertags erreichen sie noch Stärken bis 9 Beaufort. Temperaturen: 5° C bis 14° C.

(Griechenland Zeitung / rs)

Unser Foto von eurokinissi zeigt den menschenleeren Strand von Glyfada südlich von Athen.

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