Freitag, 02. November 2018 13:03

Odysseas Elytis

Heute ist der Geburtstag eines der bedeutsamsten griechischen Dichter, Odysseas Elytis, der 1979 Träger des Literaturnobelpreises wurde.

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Donnerstag, 04. August 2016 11:09

Alkistis Protopsalti und die Farben Griechenlands

Musikalisch hat Griechenland viel zu bieten. In den unterschiedlichsten Musikrichtungen, von traditionell bis hin zu modern, gibt es großartige Künstler und Veranstaltungen. So tritt am 5. August, im Rahmen des Sani Festivals 2016, die Sängerin Alkistis Protopsalti auf. Sie ist eine der beliebtesten griechischen Sängerinnen der Zeit, wenn nicht aller Zeit.

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Am 18. März ist es 20 Jahre her, dass der berühmte griechische Dichter und Literaturnobelpreisträger Odysseas Elytis gestorben ist. Doch auch heute noch haben seine Gedichte nichts an Aktualität verloren, insbesondere wenn er darin Kriegsgeschehnisse beschreibt. Geboren wurde er am 2. November 1911 auf Kreta, in Heraklion, verzog aber schon 1914 mit seinen Eltern zunächst nach Piräus und dann nach Athen. Er begann mit 17 Jahren Chemie zu studieren, danach Jura, brach aber beide Studiengänge rasch ab. Er entdeckt seine Liebe zum Surrealismus und zur Lyrik. Ab 1935 veröffentlicht er seine ersten Gedichte. Als Metaxas 1936 die Macht übernimmt und eine faschistische Diktatur errichtet, wird er 1937 zur Armee eingezogen. 1940 meldet er sich freiwillig und kommt an die Front, in dieser Lebensphase entgeht er nur knapp dem Tode. Die nun folgenden Gedichte sind von den schrecklichen Kriegsereignissen geprägt. Nach Kriegsende wird Elytis für kurze Zeit Programmdirektor beim Rundfunk in Athen und als der Bürgerkrieg ausbricht, verlässt er Griechenland um an der Sorbonne in Paris Philologie zu studieren. Hier schließt er auch wichtige Freundschaften mit anderen Schriftstellern und Künstlern, wie z.B. mit Picasso, Breton, Camus und Matisse. 1952 kehrt er nach Athen zurück und schreibt in dieser Zeit Gedichte, die später von Mikis Theodorakis zu Liedern umgestaltet werden. Im Sommer 1954 schreibt er auf Paros sein wohl wichtigstes Werk "Axion Esti" (Gepriesen sei), für das er 1960 den griechischen Staatspreis für Lyrik erhält. Auch hier war es Theodorakis, der Teile aus diesem Werk vertonte und es als die "Bibel des neuen Griechenlands" bezeichnete. Odysseas Elytis hat in seinen Gedichten stets für eine neue Identität Griechenlands gekämpft. Am 19. Oktober 1979 erhält er von der Schwedischen Akademie den Literaturnobelpreis, da er "vor dem Hintergrund der griechischen Tradition den Kampf des modernen Menschen für Freiheit und Kreativität" beschreibt. Am 18. März 1996 stirbt Odysseas Elytis in seiner Wohnung im Stadtteil Kolonaki.


Kostprobe aus seinem Hauptwerk "Axion Esti":
Nur diese eine Schwalbe / der Frühling macht sich rar / damit die Sonne heimkehrt / bringen wir Opfer dar / Tausende Tote braucht es / wenn das Lichtrad ruht / lebende Leiber braucht es / wärmend verströmt ihr Blut...

Christiane Dalbeck, Pylos

Foto: http://www.astrology.gr

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Mehr als 100 Veranstaltungen fanden in der Nacht von Sonntag auf Montag landesweit in archäologischen Stätten und an anderen historischen Monumenten statt, um dem Publikum die Gelegenheit zu geben, den Vollmond zu genießen. Konzerte und Gedichtlesungen dauerten in der Regel von neun Uhr abends bis Mitternacht. Zu den bedeutendsten gehörten Gedichtlesungen auf Delphi und den Nordägäis-Inseln, wo gleichzeitig Poesie des griechischen Nobelpreisträgers Odysseas Elytis vorgelesen wurde. Der Vollmond im August ist bekanntlich der größte und schönste im ganzen Jahr, aus diesem Grund finden traditionell in Griechenland zahlreiche Kulturveranstaltungen statt. Wegen der Finanzkrise stellte die öffentliche Hand in diesem Jahr allerdings weniger Geld für dieses Ereignis zur Verfügung, als das in früheren Zeiten der Fall war.
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