Die Hau-Ruck-Verhandlung
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Es geht voran. Zugegeben – mit drei Schritten nach vorne und zwei zurück, mit Missverständnissen auf beiden Seiten, mit Beleidigungen, jeder Menge bösen Blutes – aber es geht voran.
Es geht voran. Zugegeben – mit drei Schritten nach vorne und zwei zurück, mit Missverständnissen auf beiden Seiten, mit Beleidigungen, jeder Menge bösen Blutes – aber es geht voran.
Wir machen uns auf den Weg Richtung Preveza, wo wir gegen 15 Uhr in einer Fischtaverne einkehren sollen. Doch der davor liegende Programmpunkt erweist sich als zu kolossal, sodass aus dem geplanten späten Mittagessen ein frühes Abendessen werden wird. Denn die Reste der antiken römischen Stadt Nikopolis sind einfach nicht in einer halben Stunde zu durchkämmen, v. a. nicht, wenn man auf einen Archäologen trifft, der sich dieser Stätte mit Leib und Seele verschrieben hat – und daran leidet.
Der fliegende Händler Nikos Anastasiou lebt mit seiner Familie in Thessalien im Nordosten Griechenlands. Neben seinen Waren bringt er den verbliebenen Bewohnern in den beinahe unzugänglichen Bergdörfern Nachrichten und Neuigkeiten ihrer Angehörigen, die ihre Heimat auf der Suche nach einem besseren Leben längst verlassen haben. So sorgt Nikos für einen regen Informationsaustausch und schafft einen echten sozialen Zusammenhalt, der sonst längst verloren gegangen wäre.
Mit rund 390 km2 und 18.000 Einwohnern ist Naxos die größte Insel der Kykladen und einer der beliebtesten Urlaubsorte Griechenlands. Die Insel gilt als Zentrum der Kykladenkultur, einer prähistorischen Gesellschaft die vor allem für ihre figürlichen Darstellungen, die so genannten Kykladenidole, bekannt ist. Der griechischen Mythologie nach soll Theseus nach dem Sieg über dem Minotaurus, Ariadne, die ihm zum Sieg verhalf, genau auf Naxos zurückgelassen haben, wo sich wiederum der griechische Gott des Weines und der Freude, Dionysos, in sie verliebte.
Fotos: © Smaragda Giannouli
Auch nach dem Rückzug des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Verhandlungstisch in Brüssel zeigt sich die Regierung in Athen davon überzeugt, dass es schon bald zu einer tragfähigen Einigung mit den internationalen Geldgebern kommen wird.
Am morgigen Samstag findet das alljährliche „Athens Pride“ Festival der Homo-, Bi- und Transsexuellen in der griechischen Hauptstadt statt. Es steht unter dem Motto „Bezieh Stellung“ (Take a Stand).
ATHEN / ATTIKA
Unser Ausstellungstipp.
Am Freitag, dem 12. Juni (Letzter Tag).
Die Ausstellung „Dunkle sieben Jahre, 1967-1974: Die Diktatur in Griechenland“ – eine Ausstellung mit Fotos, die während der Diktatur in Griechenland entstanden.
Sonne pur – so lautet die Wetterprognose für den heutigen Freitag. Einzelne Schauer sind nur auf der östlichen Peloponnes (Nafplio, 29° C) und um Xanthi (29° c) vorauszusehen, doch auch dort lässt sich die Sonne blicken. Die Temperaturwerte auf dem Festland liegen zwischen 25° C (Kalamata) und 34° C (Larissa), während das Thermometer in der Ägäis zwischen 23° C (Naxos) und 31° C (Myrina) anzeigen wird.
Das Klima zwischen Griechenland und der „Geberseite“ wurde durch das Dreier-Treffen Tsipras-Merkel-Hollande am Mittwochabend wieder etwas verbessert. Beobachter vor Ort sprachen sogar von einer herzlichen Atmosphäre. Ein Kompromiss sei wieder in greifbare Nähe gerückt. Jene Gerüchte, wonach das Brüssler Treffen in letzter Minute abgesagt werden sollte, bestätigten sich damit nicht.