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Das Mädchen aus Piräus

„Hört was er sagt“ krähte das Kleinkind, bevor es vom Papas kurzerhand in das Taufbecken getaucht und auf den Namen Eleni, die Griechin, getauft wurde. Das vorlaute Kleinkind, das schon sprechen konnte, weil es für griechische Verhältnisse ungewöhnlich spät mit erst zwei Jahren getauft wurde, war unsere
Mama. Ihr Vater, Panagiotis, hatte sich als griechischer Marineoffizier in eine Bayerin verliebt, Großmutter Warwara, die als deutsche Gouvernantin nach Athen gekommen war. Es dauerte eine Weile, bis er die Sondergenehmigung zur Eheschließung mit der Deutschen bekommen hatte und so hatte sich die Liebe in Form unserer Mutter vorzeitig ins Leben gedrängt.

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Griechenland ist mit einer massiven Flüchtlingswelle konfrontiert

  • Freigegeben in Politik

Im Hafen von Piräus hat heute ein Schiff mit 1.300 Flüchtlingen am Kai festgemacht. Sie alle kommen von der Insel Kos, wo sich in dieser Woche bis zu 7.000 Immigranten aufhielten, die über keine gültigen Reisepapiere verfügen. Ihr Ziel ist es, den Status von Asylbewerbern zu erhalten, was mit einer Genehmigung zur Weiterreise verbunden ist. Bei vielen der Ankömmlinge auf Kos handelt es sich um Kriegsflüchtlinge aus Syrien. Doch die 35.000-Einwohner-Insel war auf einen solchen Anstrom von Flüchtlingen nicht vorbereitet. 

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