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Kultur- und Ausgehtipps für Athen und ganz Griechenland

ATHEN

MUSIK

„Human Requiem“
Der Berliner Rundfunkchor interpretiert Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ neu. Jochen Sandig und die Tanzgruppe Sasha Waltz & Guests machen das Werk mit Text, Musik und Darstellern physisch angreifbar. Der Chor - und auch das Publikum - bewegen sich gemeinsam auf der Bühne und sorgen so für eine ganz neue Konzerterfahrung.

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Griechische Kurven fürs Fahrrad TT

  • Freigegeben in Chronik

Dieser Artikel ist der zweite Teil einer Serie, die 2014 in der Premierenausgabe des Griechenland Journal erschien. Die dritte Ausgabe kommt Ende Mai und wird dann im Shop der Griechenland Zeitung bestellbar sein!
Seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise in Griechenland ist die Nachfrage nach Fahrrädern merklich gestiegen, was nicht zuletzt mit den gestiegenen Treibstoffpreisen zusammenhängt. 2012 etwa hat der Verkauf von Fahrrädern um 30 bis 40 Prozent zugelegt. Vor allem in den beiden größten Städten des Landes – Athen und Thessaloniki – eröffneten mitten in der Krise viele neue Fahrradgeschäfte. Zwischen 2010 und 2012 wurden etwa 250.000 Drahtesel verkauft. Zudem wurden etwa 80 verschiedene Radfahrvereine und -gruppen gegründet.
Angesichts dieses anhaltenden Trends wundert es nicht, dass die Griechen bereits auch nach handgefertigten Zweirädern Ausschau halten. Dieses Bedürfnis möchte der etwa 30-jährige Vangélis Kakargiás befriedigen. In seiner Heimatstadt Kardítsa in Thessalien sind etwa 70 Prozent der Einwohner als Biker unterwegs. Seit 2011 restauriert bzw. baut Vangélis selbst Fahrräder, die er unter der Marke „CURBA Custom Made Bicycle“ vermarktet.
Natürlich gibt es auch griechische Fahrräder vom Band. Hergestellt werden sie z. B. in der nicht weit von Kardítsa entfernten Stadt Lárissa. Das Unternehmen „Orient“, das seit 1987 existiert, baut jährlich etwa 66.000 Fahrräder. (www.orient-bikes.gr , Tel.: 2410592011). Ein anderes Beispiel ist die in Patras ansässige Marke „Ideal“. Dieses Unternehmen exportiert bereits in 20 Länder, auch in Griechenland sind diese Bikes äußerst beliebt. (www.idealbikes.net, Tel.: 2610 993045).
Elisa Hübel

Foto: Ideal Bikes

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„Wieso lassen sich Menschen ihre Würde nehmen?" Interview mit Oliver Haffner, Regisseur des Films „Ein Geschenk der Götter“

  • Freigegeben in Kultur

Vergangenes Wochenende fand im Kino „Danaos“ in Athen eine Vorführung und Besprechung des Films „Ein Geschenk der Götter“ statt, der 2014/15 in den deutschen Kinos lief. Der Regisseur Oliver Haffner war extra aus Deutschland angereist, um den Film anschließend näher zu erläutern und Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Dimitra Kouzi (Kouzi Productions) organisierte die Veranstaltung, moderierte und übersetzte für das griechische Publikum. Sie hatte die Produktionsleitung des Drehs in Griechenland inne. Die Ausstrahlung in Athen ist das Ende einer internationalen Werbekampagne für den Film, der mehrere Preise gewann, u.a. den „Förderpreis Neues Deutsches Kino Beste Produktion“. Die Griechenland Zeitung sprach nach dem Event mit Oliver Haffner.

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Vergangene Welten: Das antike Athen

Das antike Athen ist, im 5. Jahrhundert vor Christus, eine Stadt von weltweitem Ruhm. Perikles ist ihr vom Volk eingesetzter Herrscher. Als Vordenker des kostspieligsten und ehrgeizigsten Bauprojekts der westlichen Welt lässt er eine Stadt mit Tempeln, Häusern, Marktplätzen, Wohngebäuden und einem höchst innovativen Abwassersystem errichten. Lediglich Perikles' Entscheidung, Griechenlands Schatzkammern zu plündern, führt schließlich zu Athens Untergang.

Mittwoch, den 4. Mai - 16 Uhr, Servus Tv

Foto: Griechenland Zeitung, Melanie Schümer Athen 

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Griechische Journalisten „verurteilen“ griechische Kollegen TT

  • Freigegeben in Chronik

Der Journalistenverband für Athener Tageszeitungen (ESIEA; siehe Foto) geriet durch eine Entscheidung seines Disziplinarausschusses ins Schussfeld der Kritik. Die ESIEA „bestrafte“ in dieser Woche drei Berufskollegen mit dem Ausschluss aus dem Verband für sechs, zwölf bzw. 18 Monate, vier wurden mit einer „Rüge“ bedacht. Der Grund: Diese Journalisten hätten, so der Disziplinarausschuss, im Vorfeld des Referendums vom 5. Juli 2015 voreingenommene Berichterstattung betrieben. Damals hatte Premier Alexis Tsipras vom Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) das Volk dazu aufgerufen, einen Vorschlag der Geldgeber über ein Spar- und Reformpaket (Memorandum) abzulehnen und mit „Nein“ (Oxi) zu stimmen. Der Großteil der Opposition hingegen plädierte für das „Ja“ (Nai), weil man sonst einen Ausschluss aus der Eurozone befürchtete (Grexit). Trotz einer Mehrheit für das „Nein“ von mehr als 60 Prozent, willigte Tsipras wenige Wochen später einem Memorandum III zu.
Bei den nun nach monatelangen Untersuchungen „verurteilten“ Journalisten, denen indirekt „Ja-Propaganda“vorgeworfen wird, handelt es durchgehend um Mitarbeiter von privaten TV-Stationen (Skai, MEGA und Antenna). Angesichts des Beschlusses der ESIA sprach der Vorsitzende der konservativen Oppositionspartei NeaDimokratia Kyriakos Mitsotakis von einer „Gefahr für die Demokratie“. Ein Sprecher der liberalen ToPotami  bezeichnete das ESIEA-Urteil als „noch nie dagewesen“. Anstatt die freie Meinungsäußerung zu schützen und zu fördern, werde versucht, die Mitglieder des Verbands zu gängeln und über Disziplinarstrafen Druck gegen Kollegenauszuüben, die eine andere Ansicht vertreten als die Mehrheit des derzeitigen Disziplinarausschusses. Der Nachrichtenchef von Skai, Stamatis Malelis, der für 18 Monate aus der ESIEA ausgeschlossen wurde, sprach in Zusammenhang mit dem Beschluss des Journalistenverbands von einem „antidemokratischen, gefährlichen Vorgehen, das andere Meinungen kriminalisiere. (GZrs)

Foto: © Eurokinissi

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