Das hoch verschuldete Griechenland und Bürger des Landes, die privat in der Kreide stehen, haben einen Retter: Artemis Sorras. Er hatte mehrfach erklärt, von seinem traumhaften Vermögen sämtliche Schulden seines Landes und seiner Landsleute zu begleichen. Doch man lässt ihn nicht. Nun sitzt er auch noch in Untersuchungshaft; am heutigen Donnerstag soll er seine Aussage zu Protokoll geben. Vorgeworfen werden ihm zahlreiche strafbare Handlungen, ihm könnte eine lebenslange Haftstrafe drohen.

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Vom angeblichen Multimilliardär und selbsternannter „Retter Griechenlands“ Artémis Sorras fehlt noch jede Spur. Am Freitag hatte ein Gericht in Patras (Peloponnes) Sorras und dessen Ehefrau in Abwesenheit wegen Unterschlagung zu jeweils achtjährigen Haftstrafen und Entzug ihrer politischen Rechte für fünf Jahre verurteilt.

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Ein Gericht der Hafenstadt Patras (Peloponnes) hat den selbsternannten „Retter Griechenlands“ Artémis Sorras und dessen Ehefrau zu jeweils achtjährigen Haftstrafen verurteilt – allerdings in Abwesenheit. Eine Festnahme steht noch aus. Zudem werden ihnen die politischen Rechte für einen Zeitraum von fünf Jahren entzogen.

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Ein eher kurioser Fall beschäftigt dieser Tage die Justiz in Griechenland. Dabei geht es um den Fall des griechischstämmigen angeblichen Milliardärs Artemis Sorras. Er hatte vor knapp fünf Jahren erklärt, dass er 600 Milliarden Euro für die Tilgung griechischer Schulden ausgeben wolle. Der Leiter der Staatsanwaltschaft erster Instanz von Thessaloniki Lambros Tsongas erhielt nun am Mittwoch vom Finanzministerium einen Brief in dieser Angelegenheit. Tsongas sollte beantworten, warum die Finanzämter die vom „Milliardär“ angebotenen Gelder nicht annehmen würden, die zur Tilgung von Schulden vorgesehen seien. Zuvor hatten hunderte Bürger über ihre Anwälte genau das verlangt. Sorras verspricht seinen „Anhängern“, dass mit seinen Anleihen Schulden von Privatpersonen an Finanzämter, an Banken sowie staatliche Versicherungskassen getilgt werden könnten. Die Gelder würden, so Sorras,  aus Aktien der Banque d'Orient stammen, die im Jahr 1904 in Smyrna (heute Izmir) gegründet worden ist. Der Griechisch-Türkische Krieg (1919–1922) und die Kleinasiatische Katastrophe haben dieses Geldinstitut jedoch in die Knie gezwungen. Weitere Gelder zur Schuldentilgung sollen aus Kraftstoffen  stammen, die Sorras an die USA zur Verwendung in der für Raumschifffahrt  verkaufe. Sorras hat seit vor etwa fünf Jahren einen eigenen politischen Träger bzw. eine Nicht-Regierungsorganisation gegründet – „Ellinon Synelefsis – zu Deutsch: Versammlung der Griechen“. 
Medienberichten zufolge müssen sich nun die Leiterin eines Finanzamtes in Thessaloniki sowie der Gouverneur der Versicherungskasse der Freiberufler (OAEE) wegen der Nicht-Annahme der Anleihen von Sorras vor der Justiz verantworten. Vor etwa zwei Jahren hatte ein Gericht bereits befunden, dass es nicht bewiesen sei, dass die Gelder von Sorras nicht existierten. (Griechenland Zeitung / eh) 
 
Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Griechenland Zeitung, die am 11. Januar erscheint.
 
 
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