Im ganzen Land – von der südlichen Insel Kreta bis hin zur
nördlichen Halbinsel Chalkidiki – wüten in diesen Tagen zahlreiche
Waldbrände. Am schlimmsten betroffen ist der Heilige Berg Athos auf
der Chalkidiki. Dort kämpft die Feuerwehr bereits zum dritten Tag
gegen die Flammen. Zeitweise musste der Notstand ausgerufen werden.
Mittlerweile sind keine bewohnten Gegenden bedroht.
Auf der Bergkette Poikilon Oros westlich von Athen brach am
Freitagmorgen oberhalb des Ortes Kamatero ein Buschbrand aus. Vor
Ort sind 30 Feuerwehrleute mit zehn Löschwagen. Betroffen ist
niedriger Bewuchs. Seit Donnerstag brennt es außerdem beim Ort
Malessina in Mittelgriechenland sowie bei Galataki nahe Korinth, wo
unter anderem ein Haus und Olivenbäume zerstört wurden. Dieses
Feuer konnte bis Freitag eingedämmt werden, während in Malessina
weiterhin 95 Feuerwehleute, 26 Löschwagen, vier Flugzeuge und ein
Hubschrauber gegen die Flammen kämpfen.
Griechenland / Athen. Für die Brandopfer in Ostattika werden
ähnliche Maßnahmen ergriffen wie für jene in der Präfektur Ilia im
Jahr 2007. Das sagte der Minister für Umwelt, Raumordnung und
öffentlichen Arbeiten Jorgos Souflias, der zum Koordinator der
Wiederaufbau-Arbeiten ernannt wurde, nach einer Kabinettssitzung
unter Leitung von Ministerpräsident Kostas Karamanlis am
Dienstag. Hinsichtlich der Behebung der Umweltschäden seien
Koordination, schnelles Handeln, aber auch jahrelange Geduld
notwendig, so Souflias. Der Minister kündigt außerdem an, dass
Vorkehrungen zum Schutz von Überschwemmungen und Erosionen sowie
Brandschneisen so schnell wie möglich realisiert werden.
Zu mehreren Wald- und Buschbränden kommt es derzeit in ganz
Griechenland. Ursache dafür sind zum Teil Brandstiftungen, die
hohen Temperaturen, anhaltende Trockenheit und starke Winde.
Bereits am Donnerstag war in der Region Ano Tompra auf der
südlichen Peloponnes ein Brand ausgebrochen. Die Flammen konnten
bisher noch nicht gelöscht werden. Besonders betroffen ist das Dorf
Lygereas im Westen Gythios in der Prefäktur Lakonia.