Zwei Jahrzehnte sind schon vergangen seit dem letzten Wechsel einer Währung in Deutschland. Die von vielen Bundesbürgern geliebte Deutsche Mark verschwand, die Gemeinschaftswährung Euro wurde eingeführt. Zwanzig Jahre später gibt es immer noch Menschen, die im Kopf umrechnen und sich die DM zurückwünschen.Griechenland ist ebenfalls Mitglied des Euroraums. Der Euro ist hier ebenfalls offizielles Zahlungsmittel. Vermisst wird die alte Währung, Drachmen, von den meisten Bürgern wohl eher nicht. Statt in alten Zeiten zu schwelgen, offenbaren sich die Griechen als fortschrittliches Volk. Mehr und mehr Orte akzeptieren aber auch die Kryptowährung Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel.

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Mittwoch, 17. Juni 2020 12:58

Die Drachme: Ich fass es!

Die Drachme. Dieses Wort leitet sich ab vom altgriechischen „drássomai“ oder dráttomai“, was „ergreifen“, „fassen“ bedeutet. Der Grund: Die Drachme entsprach dem Wert von sechs Obolus, spitze Metallstäbe, die die Hand eines männlichen Erwachsenen fassen konnte.

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Der frühere Finanzminister Griechenlands Janis Varoufakis (Januar – Juli 2015) bestreitet, dass Athen während seiner Amtszeit mit Moskau in Kontakt getreten sei, um eine landeseigene Währung unabhängig vom Euro drucken zu lassen.

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Die Debatte über die eventuelle Einführung eines parallelen Zahlungsmittels, wie es 2015 von Regierungsmitgliedern als mögliche Option ins Auge gefasst worden war, prägt weiterhin das innenpolitische Klima in Griechenland.

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Angeblich soll Ministerpräsident Tsipras im Sommer 2015 in Moskau um Hilfe für den Druck von Drachmen-Scheinen ersucht haben. Ein solches Szenarium wird von der Regierung entschieden dementiert. Zudem soll Ex-US-Präsident Clinton in Athen interveniert haben, damit das Land in der Eurozone bleibe.

Athen soll im vergangenen Sommer den Wunsch gehabt haben, in Russland Geldscheine der griechischen Währung „Drachme“ drucken zu lassen. Das soll der russische Präsident Wladimir Putin gegenüber seinem französischen Amtskollegen Francois Hollande gesagt haben. Grund für dieses Ansinnen sei gewesen, dass Griechenland über keine Druckmaschinen für Geldscheine mehr verfüge. Man habe sich damit auf die Möglichkeit eines Austrittes aus der Eurozone, den sogenannten „Grexit“, vorbereiten wollen.

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