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Kultur- und Ausgehtipps für Athen und ganz Griechenland

ATHEN


THEATER / FILM / KUNST

Fast Forward Festival 3
Im Fokus des Festivals steht das Thema Grenzen. Geographische, kulturelle, soziale, nationale und interne Grenzen gehören zur führenden (geo)politischen Erzählung unserer Zeit sowohl in Kriegsgebieten als auch in Europa. Es werden Praktiken und Strategien identifiziert, wie Grenzen durch Kunst überwunden werden können. Künstler aus den verschiedensten Orten der Erde präsentieren alternative geopolitische und kulturelle Erzählungen.

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Flüchtlinge auf Lesbos demonstrieren für Freizügigkeit

  • Freigegeben in Chronik

Das Abkommen EU-Türkei stellt acht Wochen nach seinem Inkrafttreten Griechenland auf eine harte Probe. Auf den ostägäischen Inseln stauen sich tausende Flüchtlinge und Migranten, die nach dem 20. März gekommen sind und Asylanträge gestellt haben, um nicht sofort wieder in die Türkei abgeschoben zu werden. Am Sonntag kam es auf Lesbos zu einer Demonstration syrischer und irakischer Flüchtlinge, die verlangen, nach Piräus und von dort ins europäische Ausland weiterreisen zu dürfen. Sie haben den zentralen Sappho-Platz in der Inselhauptstadt Mytilini besetzt.
Vermutlich vergebens, denn das Abkommen sieht vor, dass sie in die Türkei zurückmüssen, falls ihre Asylanträge abschlägig beschieden werden. Deswegen dürfen sie auch die Insel nicht verlassen. Sie dürfen sich allerdings frei bewegen, sobald eine 25-Tages-Frist nach dem Stellen des Asylantrags verstrichen ist. Da dies auf immer mehr Flüchtlinge und Migranten zutrifft, machen sie sich zunehmend im Stadtbild bemerkbar. Aus Chios und Lesbos kommen auch die ersten Beschwerden über Fälle von Mundraub durch die meist armen Migranten. In der lokalen Bevölkerung gärt es, Ängste werden laut, dass die Tourismussaison ins Wasser fallen könnte.
Da die griechischen Behörden mit der Bearbeitung tausender Asylanträge trotz logistischer und personeller Unterstützung durch die EU nicht nachkommen, wächst trotz der stark gesunkenen Neuankünfte – in der Woche bis Montag kamen weniger als 400 Menschen – die Zahl der „Irregulären“ auf den Inseln stetig an. Am Montagmorgen waren es auf Lesbos nach Regierungsangaben 4.271 bei einer Kapazität von 3.500 Lagerplätzen. Auf Chios waren es 2.277 bei 1.100 Plätzen und auf Samos 1.084 bei 850 Plätzen. Was den Inseln blüht, falls das EU-Türkei-Abkommen platzt, wie sich zuletzt abzeichnet, mag sich dort niemand vorstellen. (Griechenland Zeitung / ak)


Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Flüchtlinge, die am 9. Mai der Athener Akropolis einen Besuch abstatteten. Eingeladen dazu hatte der Minister für Tourismus und Sport Aristidis Baltas.

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Sonne und ein paar Wolken über Griechenland

  • Freigegeben in Wetter

Der heutige Montag (16.4.) wird in Griechenland vornehmlich von der Sonne beherrscht. Im Laufe des Nachmittags kann es im Norden des Landes regnen. Die maximalen Temperaturen werden in Thessalien und auf der Peloponnes mit 29° C gemessen. Die Mindesttemperaturen für heute: 15° C (Westmakedonien).

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Neues Reformpaket hat laut Umfrage negative Auswirkungen auf Regierungsparteien TT

  • Freigegeben in Politik

Einer aktuellen Meinungsumfrage zufolge verliert die Regierungspartei SYRIZA weiter an Wählergunst. Die Umfrage ergab, dass 15,5 % der Befragten SYRIZA ihre Stimme geben würden, wenn heute Parlamentswahlen durchgeführt würden. Die oppositionelle Nea Dimokratia (ND) würde ganze 10 Prozentpunkte mehr erhalten (25,5 %). Befragt wurden allerdings nur Wahlberechtige aus dem ersten Wählerkreis von Thessaloniki. Hier liegt die Arbeitslosigkeit bei circa 30 %. Noch bei den letzten Parlamentswahlen im September 2015 hatten in diesem Wahlkreis 35,81 % für SYRIZA gestimmt und 25,29 % für die ND. Weiterhin ergab die Umfrage, dass 7,5 % der Befragten der faschistischen Chryssi Avgi ihre Stimme geben würden. Es folgen die kommunistische KKE (6 %), die Zentrumsunion (5,5 %) und die Demokratische Allianz (bestehend aus der sozialistischen PASOK und der DIMAR = Demokratische Linke) mit 4 %. Die liberale „To Potami“ und der Koalitionspartner von SYRIZA, die Unabhängigen Griechen (ANEL) würden mit jeweils 2 % den Sprung ins Parlament verfehlen.  

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Künstler und Aktivist Ai Weiwei stellt erstmals in Athen aus

  • Freigegeben in Kultur

Der in Berlin lehrende chinesische Konzeptkünstler und Aktivist Ai Weiwei wird ab dem 20. Mai erstmals in Griechenland ausstellen. Die Ausstellung im Athener Museum für Kykladische Kunst dauert bis zum 30. Oktober, und ein Zehntel der Einnahmen wird der Flüchtlingshilfe in Griechenland zugutekommen. Gezeigt werden 24 Werke des Künstlers aus den letzten Jahren sowie ein neues, eigens für das Athener Museum geschaffenes Werk.

Gezeigt werden 24 Werke des Künstlers aus den letzten Jahren sowie ein neues, eigens für das Athener Museum
geschaffenes Werk. Mehrere der Kunstwerke entstanden auf der Insel Lesbos, die Ai Weiwei im Dezember besuchte. Unter anderem hat er danach die Säulen des Berliner Schauspielhauses mit 14.000 Schwimmwesten von Flüchtlingen drapiert, um auf die Dimensionen dieses Dramas in der Ägäis aufmerksam zu machen. Schließlich ließ sich der Künstler an einem Strand auf Lesbos in der Pose des toten Flüchtlingskindes Aylan Kurdi fotografieren, dessen Bild die Weltöffentlichkeit im vergangenen Sommer schockiert hatte. Später besuchte der Künstler auch Idomeni an der griechischen Nordgrenze. Im Rahmen seines Engagements für die Flüchtlinge ließ Ai Weiwei außerdem Anfang des Jahres eine Ausstellung in Kopenhagen
unterbrechen, um gegen die neuen, strengen Einwanderungsgesetze in Dänemark zu protestieren, die es den Behörden unter anderem erlauben, Wertgegenstände der Flüchtlinge zu konfiszieren. Die von Michael Frahm betreute Ausstellung im Kykladenmuseum in der Neofytou Douka 4 in Kolonaki (Tel.: 210 7228321-3; www.cycladic.gr) ist vom 20. Mai bis zum 30. Oktober jeweils montags, mittwochs, freitags und samstags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs von 10 bis 20 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro. (GZak)

 

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