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Mehrere hundert afghanische Flüchtlinge haben am Sonntag in der griechischen Hauptstadt Athen und im Hafen von Piräus gegen die vermeintliche Ungleichbehandlung gegenüber anderen Flüchtlingen und gegen ihre schlechte Unterbringung demonstriert.
Die Demonstration in Athen setzte am Viktoria-Platz ein, wo in den letzten Wochen hunderte Afghanen kampiert hatten, und führte zur EU-Vertretung im noblen Innenstadtviertel Kolonaki. Die rund 250 Demonstranten protestierten gegen den Beschluss mehrerer Länder entlang der so genannten Balkanroute nur noch Syrer und Iraker nach Mittel- und Westeuropa weiterreisen zu lassen. Sie forderten, als Flüchtlinge und Asylberechtigte anerkannt zu werden und weiterziehen zu dürfen. „Diese Menschen sind dem sicheren Tod entgangen, um hier einen langsamen Tod zu sterben“, sagte der Vorsitzende des Griechischen Flüchtlingsforums, Ahmed Muhammadi, der amtlichen Athener Nachrichtenagentur ANA-MPA. Auf Transparenten standen Parolen wie „alle Afghanen sind Flüchtlinge“ und „Asyl für die Flüchtlinge, nicht für den Rassismus“. Vor der EU-Vertretung skandierten die Demonstranten „Bitte öffnet die Grenzen!“
Zugleich kam es zu einer weiteren Kundgebung im Hafen von Piräus. Am Pier E2, wo jeden Tag neue Migranten von den Inseln eintreffen, demonstrierte eine Gruppe von Afghanen, unter ihnen viele Kinder, gegen die mangelhaften Unterbringungsbedingungen auf dem Hafengelände. Außerdem forderten auch sie, mit den Syrern und den Irakern gleichbehandelt zu werden. Momentan sollen mehr als 3.000 Flüchtlinge im Hafen von Piräus notdürftig untergekommen sein.
(Griechenland Zeitung / ak, Foto: © Eurokinissi)

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Ministerpräsident Alexis Tsipras trifft sich heute mit den Vorsitzenden der Parlamentsparteien. Ziel ist es, in Griechenland eine gemeinsame Strategie bezüglich der Flüchtlingskrise zu erarbeiten. Mit einer solchen Trumpfkarte im Gepäck möchte das Regierungsoberhaupt am kommenden Montag beim EU-Gipfel mit seinen europäischen Amtskollegen verhandeln. Athen wird vor allem die Überzeugung zum Ausdruck bringen, dass das Flüchtlingsproblem nur auf europäischer Ebene in den Griff zu bekommen ist.

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In Griechenland lebende und arbeitende Österreicher, Menschen, die mit diesem Land eng verbunden sind, die die tägliche Wirklichkeit dieses Landes kennen, appellieren an Vernunft und Mitverantwortung Österreichs in der Organisation des Flüchtlingsstroms, anstatt einfach österreichische Scheuklappenpolitik zu betreiben. Die Bundesregierung muss wahrnehmen und dafür einstehen, dass einzelstaatliche Maßnahmen keinen Sinn haben und einem europäischen Selbstverständnis nicht entsprechen, das ja unsere Generation aufbaute und als so wertvoll erkannte.

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Die Flüchtlingsproblematik in Griechenland verschärft sich zusehends. Der für Migrationspolitik zuständige stellvertretende Minister Jannis Mouzalas brachte am Mittwoch die Einschätzung zum Ausdruck, dass der Grenzübergang bei Idomeni im Norden des Landes nicht so schnell wieder geöffnet werde. Die Frühere Jugoslawische Republik Jugoslawien (FYROM) gewährt dort seit Tagen nur noch einer sehr begrenzten Anzahl von Flüchtlingen die Durchreise. Mouzalas zufolge müsse sich Griechenland in den kommenden Monaten auf über 100.000 Immigranten einstellen. Noch höher hat Außenminister Nikos Kotzias deren Zahl veranschlagt. Er sprach im Fernsehen von bis zu 150.000 Menschen. 

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Von Tag zu Tag verschärft sich in Griechenland die Lage für Flüchtlinge. Seit die Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien (FYROM) am Sonntag vor einer Woche die Grenze nahezu dicht machte, deutet sich eine humanitäre Katastrophe an. Bereits jetzt sitzen an der kleinen Ortschaft Idomeni auf der griechischen Seite mehr als 8.000 Menschen fest. Als einige der Betroffenen am Montag versuchten, die Absperrungen zu durchbrechen, setzte die Polizei der FYROM massiv Tränengas ein.

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