Risikofaktor Staatspräsident
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Der Staatspräsident sollte eigentlich der Anker der Republik sein. Das zynische Machtkalkül der Parteien degradierte ihn stattdessen zum Ballast.
Der Staatspräsident sollte eigentlich der Anker der Republik sein. Das zynische Machtkalkül der Parteien degradierte ihn stattdessen zum Ballast.
Griechenlands Außenminister Evangelos Venizelos befindet sich seit Mittwoch zu einem offiziellen Besuch in Berlin. Dominiert werden dürften die Gespräche von der Nachricht, dass am kommenden Mittwoch (17.12.) im griechischen Parlament ein neuer Staatspräsident gewählt werden soll.
Das Leben des Nikos Romanos, eines 21-jährigen inhaftierten Bankräubers, der vier Wochen lang in Hungerstreik stand, und der sich nun mit seiner Forderungen, aus der Haft heraus ein Studium zu absoliveren durchsetzen konnte, könnte einem Filmdrehbuch entstammen:
Kalte Temperaturen können das politische Klima ganz schön aufheizen. Der Winter bricht an – es wird der kälteste seit zehn Jahren, prophezeien manche Medien – und sowohl die Regierung als auch die Opposition werden versuchen, von dieser Jahreszeit zu profitieren.
Im griechischen Parlament werden die 300 Abgeordneten heute um Mitternacht über die Vertrauensfrage abstimmen, die die Zweiparteienregierung aus Konservativen (ND) und Sozialisten (PASOK) Anfang der Woche eingebracht hatte. Es ist anzunehmen, dass die Regierung, die über 155 Stimmen verfügt, das Votum unbeschadet überstehen wird.