Griechenland / Athen. Über Fragen der Außenpolitik informierte sich
der Präsident der PASOK, Jorgos Papandreou, heute Morgen bei
Premier Kostas Karamanlis. Im Zentrum der Begegnung, die von
Papandreou angeregt worden war, standen die türkisch-griechischen
Beziehungen. Papandreou sprach im Anschluss von der „Notwendigkeit
einer neuen Strategie\" in der Außenpolitik. Dies betreffe in
erster Linie die griechisch-türkischen Beziehungen.
Dieses Anliegen
will er auch den Führern der anderen Parlamentsparteien nahe
bringen. Am Freitag will er um 11.00 Uhr die Generalsekretärin der
Kommunistischen Partei Griechenlands, Aleka Papariga, in dieser
Frage konsultieren. Vorgesehen ist außerdem ein Treffen mit dem
Präsidenten der Linksallianz SYN, Alekos Alavanos.
Anstoß für die Initiativen Papandreous war der Vorschlag des
früheren Staatspräsidenten Konstantinos Stefanopoulos, in allen
strittigen Fragen den Internationalen Gerichtshof von Den Haag
anzurufen. Daraufhin hatte sich Papandreou auch mit dem jetzigen
Staatspräsidenten Karolos Papoulias beraten. Ein Gang nach Den
Haag, so das Urteil Papandreous, müsse die „Souveränitätsrechte des
Landes und die Sicherheit für jeden griechischen Bürger\"
gewährleisten. Gleichzeitig werde dadurch der Horizont für die
Zusammenarbeit und den Frieden in der Region geöffnet. Außerdem
würden finanzielle Mittel für die Gesundheit, die Bildung und die
Entwicklung frei gesetzt.