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Ende des griechischsprachigen Programms der Deutsche Welle ab 2027

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Ende des griechischsprachigen Programms der Deutsche Welle ab 2027 Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand am 26. Oktober 2004 anlässlich des 40. Jahrestages des griechischsprachigen Programms der Deutschen Welle in Athen. Anwesend waren hochrangige Persönlichkeiten wie etwa der ehemalige griechische Ministerpräsident

Es war für viele Griechen ein kleiner Schock: Das griechischsprachige Programm der Deutschen Welle (DW) wird ab dem kommenden Jahr eingestellt. In Griechenland stieß diese Entscheidung auf heftige Kritik.

Der Journalist Diogenis Dimitrakopoulos, der für die DW aus Nordgriechenland berichtete, sprach gegenüber der in Athen erscheinenden Tageszeitung „Kathimerini“ von einem „plötzlichen Tod“. Diese Entscheidung sei „ohne Vorwarnung, ohne vorherige Information“ bekanntgegeben worden. In diesem ganzseitigen Beitrag wird auf die langjährige Geschichte dieser Sendung verwiesen, und etwa auch darauf, dass die DW enge Beziehungen zum Bayrischen Rundfunk pflegte, der ebenfalls eine griechischsprachige Sendung ausstrahlte, die vor allem für die in Deutschland lebenden Migranten gedacht war. Die in Deutschland lebende Publizistin, Schriftstellerin und Übersetzerin Danae Culmas verweist vor allem auf die Bedeutung der grichischsprachigen Sendungen der DW während der Zeit der Militärdiktatur in Griechenland (1967-1974). Mit dieser Sendung habe man damals „an den Fundamenten der Junta gesägt“. Culmas arbeitete von 1969 bis 1974 als Redakteurin beim griechischen Dienst der DW und kämpfte aus der Sendeanstalt in Köln gegen das Obristenregime, das in ihrer Heimat die Macht durch einen Militärputsch an sich gerissen hatte.
Grund für die nun anvisierte Einstellung des griechischsprachigen DW-Programms sind laut Informationen des Senders „umfassende Sparmaßnahmen in Höhe von 21 Millionen Euro“. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass Griechenland „seit Jahrzehnten EU-Mitglied und eine stabile Demokratie“ sei, „die über eine diverse Medienlandschaft verfügt, weshalb die DW hier einsparen muss.“
Der Vorsitzende des DW-Rundfunkrates, Dr. Karl Jüsten, konstatierte: „Insbesondere die Schließung der Griechisch-Redaktion bedauern wir sehr. Die Sprache hat über 60 Jahre lang die deutsch-griechischen Beziehungen gestärkt und deutsche Perspektiven in Griechenland sichtbar gemacht. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht – die Einstellung wurde nicht ohne Gegenstimmen beschlossen. Leider machte der Sparzwang diese Entscheidung nötig.“
(Griechenland Zeitung / Jan Hübel)

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