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Patriarch Bartholomäos kritisiert jede Form von Rassendiskriminierung Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt den Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäos I., gemeinsam mit Staatspräsident Konstantinos Tasoulas vor dessen Amtssitz in Athen. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt den Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäos I., gemeinsam mit Staatspräsident Konstantinos Tasoulas vor dessen Amtssitz in Athen.

Bei seinem jüngsten, mehrtägigen Besuch in Athen sprach sich der ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäos I., entschieden gegen jede Form von Rassendiskriminierung aus.

Während eines Treffens mit dem griechischen Staatspräsidenten Konstantinos Tasoulas am Donnerstag (7.5.) verwies der orthodoxe Kirchenführer darauf, dass nicht nur Griechen orthodoxe Christen seien, sondern viele andere Menschen „mit anderer nationaler und kultureller Herkunft“. Im Amtssitz des Ökumenischen Patriarchats, dem sogenannten „Phanar“, diene man ihnen allen „mit derselben Zuneigung und derselben Liebe“.
Zudem verwies er darauf, dass das „Heilige Zentrum der Orthodoxie“ über Jahrhunderte „unter jeweils verschiedenen politischen Bedingungen und Umwälzungen, aber mit der Gnade Gottes“ überlebt habe, um in der ganzen Welt Zeugnis abzulegen: „Zeugnis von Liebe, Einheit, Versöhnung, Respekt vor der Heiligkeit des menschlichen Antlitzes“.
Staatspräsident Tasoulas würdigte seinerseits den „unschätzbaren Beitrag“ von Bartholomäos im Patriarchat und dessen 65-jährige priesterliche Mission. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel das Oberhaupt von Millionen orthodoxen Christen sei, „die sich in der ganzen Welt befinden“.
Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel liegt im heutigen Istanbul, dem früheren Konstantinopel. Es repräsentiert rund 350 Millionen orthodoxe Christen in aller Welt. Patriarch Bartholomäos I, Jg. 1940, ist seit 1991 im Amt; er ist der Anführer (Primus inter pares / Erster unter Gleichen) der Oberhäupter der autokephalen orthodoxen Kirchen. Studiert hat er u. a. in der Türkei und in Rom, aber auch in München – er spricht sieben Sprachen fließend, darunter auch Deutsch. Wegen seines Engagements für den Umweltschutz, wofür er mehrfach ausgezeichnet wurde, erhielt er häufig den Beinamen: „Grüner Patriarch“.
Jan Hübel

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