Montag, 06. Oktober 2008 03:00

Regierungskrise scheinbar abgewendet TT

Griechenland / Athen. Stavros Dailakis, abtrünniger Abgeordneter der regierenden Nea-Dimokratia (ND), zeigte sich reuig und bat Premierminister Kostas Karamanlis, ihn wieder in die Fraktion aufzunehmen. Für den Fall, dass dieser Bitte nicht entsprochen werden sollte, bot er seinen Rücktritt an. Damit kann Regierungschef Kostas Karamanlis wieder auf 152 Sitze im Parlament zählen und verfügt abermals über die absolute Mehrheit von zwei Sitzen, die er nach den Parlamentswahlen im September 2007 erhalten hatte. Dailakis war in der vergangenen Woche aus der Fraktion ausgeschlossen worden, weil er den Rücktritt von Regierungssprecher Thodoros Roussopoulos gefordert hatte.
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Freitag, 03. Oktober 2008 03:00

Regierung schützt Kreditnehmer

Griechenland / Athen. Die Regierung legt ihre schützende Hand auf Kreditnehmer, die im Umfeld steigender Zinsen zahlungsunfähig werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf begründete Wirtschafts- und Finanzminister Jorgos Alogoskoufis mit den Worten, dass man „Mitbürger unterstützen muss, die in der heutigen, ungünstigen internationalen Lage in einer schwierigen Lage sind".Der Gesetzestext soll es den Banken künftig schwerer machen, die Wohnungen säumiger Kreditzahler zu versteigern und weiteres Eigentum zu pfänden. So ist vorgesehen, dass die Hauptwohnung nicht mehr unter den Hammer kommen darf, wenn der Eigentümer der Bank weniger als 20.
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Griechenland / Athen. Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias besuchte in dieser Woche die Region Thrakien im äußersten Nordosten Griechenlands. In Komotini wurde ihm an der dort beheimateten Universität von Thrakien die Ehrendoktorwürde verliehen. In einer anschließenden Rede äußerte er sich besorgt über die globale Lage der Wirtschaft. Die derzeitige Kreditkrise in den USA sei die schlimmste in der Geschichte der Weltwirtschaft, sagte er.
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Griechenland / Athen. Premierminister Kostas Karamanlis forderte heute in einer außerordentlichen Kabinettsitzung seine Minister auf, „mehr zu arbeiten", „näher am Volk" zu sein und den „echten Problemen" Gehör zu schenken. Ziel sei es, das alltägliche Leben der Bürger zu verbessern. Partei-interne Kritiker und Zweifler stellte er „vor ihre historischen Verantwortung", den Reformkurs der Regierung in der derzeitigen, schwierigen wirtschaftlichen Lage, zu unterstützen. „Es gibt keinen anderen Weg", sagte Karamanlis.
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Griechenland / Athen. Premier Kostas Karamanlis traf sich am gestrigen Montag mit seinem litauischen Amtskollegen Gediminas Kirkilas, um sich über die Beziehungen beider Länder, die EU-Politik und über regionale Entwicklungen zu beraten. Auf die internationale Finanzkrise und die EU-Wirtschaftspolitik angesprochen, sagte Karamanlis gegenüber der Presse, dass das europäische Wirtschafts- und Sozialmodell auf zwei Pfeilern stehe: auf einer gemischten Wirtschaftspolitik und dem sozialen Staat. Obwohl sich die Rollen des Staates und des Marktes in vielen Landern unterschieden, sei die regulierende Rolle des Staates in Europa maßgeblich.Der Sprecher der größten Oppositionspartei PASOK, Jorgos Papakonstantinou, kritisierte die Wirtschaftspolitik der Regierung sowie die Haltung von Karamanlis.
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