Griechenlands Oppositionschef Kyriakos Mitsotakis aus den Reihen der konservativen Nea Dimokratia (ND) hat sich am Montag mit Vertretern der Heiligen Synode der Insel Kreta getroffen. Hauptgesprächsthema war eine Vorvereinbarung zum Thema Trennung zwischen Kirche und Staat. Angekündigt wurde dieser Plan Anfang November nach einem Treffen zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras und dem Erzbischof von Athen und ganz Griechenland, Hieronymus.

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Die Hagia Sophia in Istanbul, genannt auch „Sophienkirche“, bleibt weiterhin ein Museum. Das entschied das Verfassungsgericht der Türkei.

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Dem Mittelalter mangelt es nicht an starken Frauen. Theophanou (ca. 960-991), eine byzantinische Adelige, wird Mitregentin des römisch-deutschen Reiches. Nach dem frühen Tod Kaiser Otto II. (955-983) sichert sie mit Geschick und Machtwillen die Herrschaft für den minderjährigen Thronfolger.

Griechische Adelige heiratet römisch-deutschen Kaiserspross
Otto I. der Große hatte eine Vision: Die beiden Kaiser der Christenheit sollten zu einem friedlichen Miteinander finden. Delegationen reisten nach Byzanz, dem zweiten bedeutenden Staatsgebilde neben dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Tatsächlich konnte eine Ehe angebahnt werden. Otto II., der Sohn des Herrschers, vermählte sich 972 in Rom mit Theophanou, der Nichte von Kaiser Johannes. Eine Prachturkunde belegt die Eheschließung. Theophanou wurde zur Mitregentin erhoben.

Theophanou sichert die Herrschaftsansprüche für ihren Sohn
Nach der Hochzeit kam die gebildete Großstädterin in das wenig zivilisierte Sachsen, das vor kaum mehr als 150 Jahren christianisiert worden war. Ihre Heimat wurde die Pfalz in Quedlinburg, aber mit dem Gemahl, inzwischen König und Kaiser, zog sie meist von Pfalz zu Pfalz. Da Otto II. schon im Jahr 983 starb, musste Theophanou zusammen mit der Schwiegermutter Adelheid die Herrschaft für ihren kleinen Sohn sichern. Ein gefährlicher Gegner war der Bayernherzog Heinrich II. der Zänker (951-995), doch er musste klein beigeben und Otto III. als Kaisernachfolger anerkennen. Mit etwa 31 Jahren starb Theophanou, die für einige Jahre Kaiserin war und die Ottonen an der Macht hielt. Sie wurde in St. Pantaleon in Köln begraben. Der Film beschreibt an Originalschauplätzen und anhand zeitgenössischer Darstellungen die Herkunft, das Leben und Wirken Theophanous.

Dienstag, 8. November um 13.45  Uhr, alpha

Unser Foto (© br.de)

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Donnerstag, 08. September 2016 10:53

Zeugnisse der osmanischen Gesellschaft

Noch bis zum 25. September ist im Benaki-Museum in Athen die Ausstellung „Zeichnungen des Ottomanischen Konstantinopel“ zu sehen. Darin geht es um das Werk des schottischen Architekten und Publizisten Thomas Hope. Dieser wurde durch seine antike Sammlung berühmt, die er in seinem Stadthaus im London des beginnenden 19. Jahrhunderts ausstellte. Das Haus hatte er zuvor umgebaut, heute gilt genau dieser Umbau als ein Vorläufer für den modernen Museumsbau.

Hope war der Sohn einer reichen Kaufmannsfamilie, also durfte er in jungen Jahren eine „Grand Tour“ zu machen. Bei einer solchen Rundreise war es im 18. Jahrhundert üblich, dass Heranwachsende wichtige europäische Städte und Kulturinstitutionen kennenlernen. Thomas Hope reiste in die Gebiete des heutigen Griechenlands und der Türkei. Dabei besuchte er das damalige Zentrum des Osmanischen Reichs Konstantinopel, die heutige Stadt Istanbul. Dort beobachtete er, wie das Leben in der Metropole vor sich ging. Er zeichnete Panoramen, Moscheen, Tore und Monumente. Aber ihm fielen auch die Unterhaltungsboote des Sultans auf, genauso wie einfache Männer, die in Kaffeehäusern sitzen. Er achtete dabei besonders auf die Kleidung der Leute und auf die architektonische Beschaffenheit der Gebäude, skizzierte diese und schrieb lange Kommentare zu den Zeichnungen.

Dieses Werk ist jetzt im Benaki Museum für Islamische Kunst zu sehen. Die Sammlung ist von so hoher Bedeutung, weil in ihren Bildern die Gesellschaft des Osmanischen Reiches porträtiert ist. Gleichzeitig sind die Bilder noch so gut erhalten, dass sie auch ästhetisch besonders schön sind, verspricht die Ausstellungsankündigung.

Datum: bis 25. September 2016
Veranstaltungsort: Museum für Islamische Kunst, geöffnet Do-So 11-19 Uhr
Informationen: www.benaki.gr

Unser Foto (© Benaki Museum) zeigt eine Postkarte auf Papier aus der Sammlung von Thomas Hope.

 

Weitere Kultur- und Ausgehtipps für Athen und ganz Griechenland

ATHEN

MUSIK

8. September
„100 Zigeuner-Violinen“. The Budapest Gypsy Symphony Orchestra. Herodes Attikus Theater, Fußgängerzone Dionysiou Areopagitou. www.greekfestival.gr

8. September
Pavlos Pavlidis & The B-Movies.
Piräos 100, Eintritt von der Persefonis Straße, www.technopolis-athens.com

10. September
„Rembetiko Mystirio“. Kostas Ferris. Herodes Attikus Theater, Fußgängerzone Dionysiou Areopagitou. www.greekfestival.gr

10. September
Fivos Delivorias. Garten des Megaron Moussikis. Vassilissis Sofias, Tel.: 210 7282333, www.megaron.gr


AUSSTELLUNG

Bis 30. September
„1460 Artdays / 4 Years Artwall / Volume 2“. Gruppenausstellung.
Dachterrasse des Fresh Hotel, Athinas Str., www.theartwall.gr

Bis 25. September
„Thomas Hope (1769-1831): Zeichnungen des Ottomanischen Istanbul“. Museum Islamischer Kunst, Ag. Asomaton 22/Dipilou 12, Tel.: 210 3251311, www.benaki.gr

Bis 30. Oktober
„Ai Weiwei at Cycladic“. Werke des chinesischen Künstlers und Aktivisten, u.a. inspiriert von den archäologischen Ausstellungsexemplaren des Museums. Museum kykladischer Kunst, Neofytou Douka/Vas. Sofias, Tel.: 210 722832, www.cycladic.gr

Bis 13. November
„Dromoi Epiviosos“ („Überlebenswege“). Fotoausstellung von Fotoreportern über das „Flüchtlingsdrama“. Parlamentsstiftung, Amalias 14, Syntagma.

THESSALONIKI
MUSIK
8. September
„Kalokäri Aggalia mou“. Melina Aslanidou. Kolokotroni 21, Stavroupoli, Tel.: 2310 589200, www.monilazariston.gr


AUSSTELLUNG
Bis 15. Oktober
„Neun russische Geschichten“. Werke zeitgenössischer Künstler aus Russland. Aus der Sammlung des staatlichen Museums zeitgenössischer Kunst, www.greekstatemuseum.com

Bis 31. Januar 2017
„Rhaidestos – Thessaloniki. Antiquitäten einer Flüchtlingsreise“. Objekte aus dem 6. Jhdt. v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert aus Ost-Thrakien. Archäologisches Museum, Andronikou 6, www.amth.gr


HYDRA

AUSSTELLUNG

Bis 10. September
Unterwasserausstellung. Hydra Diving Center, Vlychos, forlane6studio.com

Bis 30. Oktober
32 Werke von Leonardo Cremonini. Museum von Hydra.


KORFU

Bis 15. September
„The Silk Road“. Jamal. Die Reise vom fernen Osten bis zum Mittelmeer. Museum Asiatischer Kunst, Alter Palast, Tel.: 26610 30443, www.matk.gr


KRETA

MUSIK

12. September
Kostis Maraveyas. Andrea Papandreou Av. 116, Amoudara Gaziou, Heraklio, Tel.: 2810 823813, www.texnopolis.net


AUSSTELLUNGEN

Bis 30. September
„Borders – Crossroads“. Mediterranean Photography Festival. Kolektiv8 – Museum Zeitegnössischer Kunst, Rethymnon, www.cca.gr

Bis 30. Oktober
„Crete – The Beautiful West“. Fotos von Karl-Heinz Loof.
Merada, Lousakies, Kissamos, Tel.: 694 4124771, www.impressions-of-crete.com


SANTORINI

MUSIK

11. September
Werke von Schubert, Donizetti, Faure, Pulenc und Doppler. Giuseppe Nova (Flöte) und Marco Sollini (Klavier). Petros M. Nomikos Κonferenz Zentrum, Fira www.santorinimusicfestival.com

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Griechenland / Türkei. Unter Anwesenheit des ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., sowie des griechischen Kulturministers Pavlos Geroulanos (2.v.l.
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