Die Adoption von Kindern, die in Heimen aufwachsen, soll in Griechenland vereinfacht werden. Ein entsprechendes Gesetz passierte am Mittwoch das Parlament. Dafür gestimmt haben Abgeordnete der Regierungspartei SYRIZA, des kleineren Regierungspartners ANEL, der konservativen Nea Dimokratia (ND), der Demokratische Allianz und der liberalen „To Potami“. Die kommunistische KKE hat sich der Stimme enthalten. Komplett gegen die Gesetzesnovelle waren die Vertreter der faschistischen Chryssi Avgi sowie der Zentrumsunion.

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„Es ist eine Frage der Bildung.“ So lautet das Motto der diesjährigen Schwulen und Lesben-Parade in Athen „Athens Pride“, die am kommenden Samstag, dem 10. Juni, stattfindet. Traditioneller Veranstaltungsort war seit 2005 der Klafthmonos-Platz. In diesem Jahr ist der Syntagmaplatz vor dem Parlament der Veranstaltungsort. Organisator ist die LGBTQI-Gemeinde in Griechenland – die Abkürzung steht für lesbian, gay, bisexual, transgender, queer, questioning und intersex. Unterstützt wird die Athens Pride u. a. von 29 Botschaften, die in Athen ansässig sind. Darunter ist auch die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland.

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Kurz nach Dienstagmitternacht hat das griechische Parlament die Möglichkeit einer Legalisierung von Lebenspartnerschaften für homosexuelle Paare abgesegnet. Mit „Ja“ gestimmt haben 194 der 300 Volksvertreter. Sie stammen überwiegend aus der Regierungspartei Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA), der liberalen „To Potami“, der Zentrumsunion und der Demokratischen Allianz (PASOK/DIMAR). Auch 29 Abgeordnete der konservativen Nea Dimokratia (ND) haben für Lebenspartnerschaften homosexueller Paare votiert.
55 Parlamentarier aus den Reihen der ND, der faschistischen Chryssi Avgi, der kommunistischen KKE und des rechtspopulistischen Regierungspartners ANEL haben dagegen gestimmt. ANEL-Chef Panos Kammenos und 27 Abgeordnete der ND haben sich an der Abstimmung nicht beteiligt.

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