Donnerstag, 19. Dezember 2019 13:53

Prozess gegen Chryssi Avgi nimmt eine andere Wendung

Für eine unerwartete Wendung im Prozess gegen die faschistische Chryssi Avgi (CA) sorgte am Mittwoch (18.12.) die zuständige Staatsanwältin Adamantia Ikonomakou. Sie vertritt in ihrem Plädoyer die Ansicht, dass sich hinter der CA keine kriminelle Organisation verberge. Auf dieser Basis stellte sie den Antrag, dass die gesamte politische CA-Führung von den gegen sie erhobenen Vorwürfen freigesprochen werden müsse.

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Am Mittwoch sagte der Parteichef der faschistischen Partei Chryssi Avgi Michaloliakos in einem Prozess aus, der gegen seine Partei geführt wird. Knapp 70 Mitgliedern wird Angehörigkeit in einer kriminellen Organisation vorgeworfen. Michaloliakos wies sämtliche Vorwürfe von sich.

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Vor fünf Jahren wurde der Linksrapper Pavlos Fyssas von einem Anhänger der faschistischen Partei Chryssi Avgi ermordet. Auch in diesem Jahr finden Gedenkveranstaltungen statt.

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Am Sonntagabend sind sieben Personen, die vermutlich Anhänger der faschistischen Chryssi Avgi (CA) sind, mit Brechstangen, Knüppeln und Leuchtraketen in einen Versammlungsraum in Piräus eingedrungen. Die Nutzer dieses als „Favela“ bezeichneten Raumes stammen aus dem linksautonomen Spektrum. Fünf der Anwesenden wurden bei dem brutalen Überfall verletzt, darunter auch die Rechtsanwältin der Familie Fyssas. Deren Sohn Pavlos Fyssas war im September 2013 von einem CA-Anhänger ermordet worden. Daraufhin waren damals Führungsmitglieder der CA festgenommen worden. Vorgeworfen wird ihnen Gründung bzw. Leitung einer kriminellen Organisation. Der Fall wird noch immer vor Gericht verhandelt. Die Angeklagten mussten inzwischen wegen des Ablaufs der Verjährungsfrist aus der Untersuchungshaft entlassen werden.

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Der Twitter-Account der faschistischen Partei Chryssi Avgi wurde gesperrt. Mitte Dezember hatte der in San Francisco ansässige „Mikrobloggingdienst“ den Vorsatz bekannt gegeben, schärfer gegenüber nationalistisch orientierten Gruppierungen und Parteien durchzugreifen. Davon betroffen sind vor allem auch solche, die Gewalt fördern oder dazu aufrufen.

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