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Der griechische Oppositionschef Alexis Tsipras (SYRIZA) hat sich am Donnerstag im Vatikan mit Papst Franziskus getroffen. Damit ist er der erste Parteichef Griechenlands, der ein derart tiefgründiges Gespräch mit Papst Franziskus führte. Tsipras stellte nach dem Treffen fest, dass er sich mit dem katholischen Kirchenoberhaupt darin einig gewesen sei, dass man zwar ideologisch andere Standpunkte vertrete, dennoch aber zu den gleichen Werten stehe. Beiden gehe es um Solidarität, Liebe für den Mitmenschen, gesellschaftliche Gerechtigkeit und um die Bewahrung des Weltfriedens. In diesem Sinne habe der „Papst der Armen" seiner Meinung Ausdruck verliehen, dass es verkehrt sei, „Menschen, die im Meer ertrinken, als illegal zu bezeichnen", wie es oft mit den Immigranten und Flüchtlingen geschieht, die aus Afrika oder Asien ohne gültige Reisepapiere nach Europa kommen wollen.
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Die Vereinigung der Polizeibeamten auf der ostägäischen Insel Samos hat sich mit einem Protestschreiben an die oberste Polizeiführung in Athen gewandt, um sich über die Zustände im Erstaufnahmezentrum für illegale Einwanderer auf der Insel zu beschweren. Wie die Polizisten unter anderem bemängeln, ist das Aufnahmezentrum für 285 Menschen ausgelegt, momentan betrage die Zahl der dort festgehaltenen Migranten aber 682. Allein in den fünf letzten Tagen seien 419 illegale Grenzgänger im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Samos aufgegriffen worden. Zugleich herrsche eklatanter Personalmangel: Für die Bewachung der Insassen des Zentrums und die Bearbeitung der Neuzugänge würden jeweils vier Polizisten in Achtstundenschichten eingesetzt. Die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit der Beamten könnten unter diesen Umständen ebenso wenig garantiert werden wie die der Einwandrer oder die Einhaltung der primitivsten hygienischen Vorschriften.
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